Radeln durchs Wasser? Das klingt zwar erstmal verrückt, ist aber tatsächlich möglich. Und als ich davon erfuhr, war sofort klar: Das müssen wir unbedingt selbst einmal erleben. Und so schnappen wir uns unsere Freunde und unternehmen mit ihnen gemeinsam eine idyllische Fahrradtour auf dem Bokrijk Radweg in Belgien. Ich verrate dir, was dich auf dem Bokrijk Radweg erwartet. Außerdem erzähle ich dir, wie wir nicht nur durchs Wasser radeln, sondern auch durch die Bäume.
Radeln durchs Wasser – der Bokrijk Radweg im Überblick
Der Bokrijk Radweg befindet sich in Limburg in Belgien und führt auf knapp 140 Kilometern durch idyllische Naturschutzgebiete, unter anderem dem Naturschutzgebiet De Wijers. Es wird auch als Land der 1001 Teiche genannt, da sich hier zahlreiche Teiche erstrecken, die durch jahrhundertelange Fischzucht entstanden sind. Und genau dort ist das Radeln durchs Wasser möglich. Oder wie die Niederländer sagen: „Fietsen door het Water“. Die abwechslungsreiche Radtour verläuft auf hervorragend ausgebauten Radwegen, durch Wälder und entlang von ehemaligen Bahntrassen. Aufgrund der mäßigen Höhenmeter ist der Bokrijk Radweg auch für Einsteiger geeignet. Besondere technische oder körperliche Anforderungen bestehen nicht. Und das allerbeste: Es handelt sich um eine Rundtour, so dass wir am Ende automatisch wieder an unserem Auto ankommen.

Bokrijk Radweg Etappen
Die Touristen Webseite von Limburg preist die Radtour als „Ultimative Zweitagestour“ an. Mit einem E-Bike auch sicherlich gut machbar. Wir entscheiden uns jedoch, die Strecke lieber auf drei gemütliche Etappen aufzuteilen:
1. Etappe: Helchteren – Hasselt, 41 km
2. Etappe: Hasselt – Leopoldsburg, 59,3 km
3. Etappe: Leopoldsburg – Helchteren, 36,8 km
Unsere Anreise zum Bokrijk Radweg
Im Grunde hätten wir an jedem Punkt auf dem Bokrijk Radweg starten können, da es sich ja um eine Rundtour handelt. Wir haben uns für einen Start in Helchteren entschieden. Der Ort ist von NRW aus gut über die Autobahnanbindung zu erreichen. An der Sportanlage von Helchteren gibt es einen großen kostenfreien Parkplatz, auf dem wir unseren Wagen stehen lassen können.
Adresse für Navigationsgeräte: Parking De Dool, Sportstraat 13, 3530 Houthalen-Helchteren

Sehenswertes auf dem Bokrijk Radweg
Tag 1: Helchteren – Hasselt
Nachdem wir uns mit unseren Freunden am Stattpunkt getroffen und die Fahrräder startklar gemacht haben, rollen wir uns gemütlich ein und verlassen schon bald die Straßen von Helchteren.
Abteihof Houthalen
Es geht nun durch das Naturgebiet Kelchterhoef, bis wir einen ersten Stopp im Abteihof Houthalen einlegen. Die Ursprünge des Abteihofes gehen bis ins 13. Jahrhundert zurück. Im idyllisch gestalteten Innenhof genießen wir bei schönstem Sonnenschein einen Kaffee. So gestärkt radeln wir anschließend durch das Naturschutzgebiet Tenhaagdoornheide. Den sehr gut ausgebauten Radweg säumen weite Heideflächen.

Kasteel Engelhof
Das nächste Highlight unserer Radtour ist das Kasteel Engelhof. Das heutige Schlossgebäude wurde 1903 errichtet, nachdem sein Vorgängerbau durch einen Brand zerstört wurde. Das Schloss Engelhof ist weitaus älter, seine Wurzeln reichen bis ins 12. Jahrhundert zurück. Und so zeigt sich heute ein neugotischer Bau umgeben von einem englischen Landschaftsgarten. Das Kasteel wird als Veranstaltungsort für Konferenzen, Tagungen und Events genutzt.
=> Jede Menge Schlösser bewundern, konnten wir auf der Burgen & Schlösser-Route in NRW.
Für uns geht es weiter durch das Naturschutzgebiet. Am Wegesrand stehen einige Cortenstahl-Kunsttafeln der Rentierjäger. Auch an einem Bunker, der mitten im Wald steht, kommen wir vorbei. Der diente den Deutschen im Ersten Weltkrieg als Beobachtungsposten für Schießübungen. Außerdem entdecken wir immer wieder einen Weiher. Ich stelle fest, dass diese Gegend auch ein wundervolles Wandergebiet ist.

Freilichtmuseum Bokrijk
Als wir aus dem Wald auftauchen, nähern wir uns dem Freilichtmuseum Bokrijk. Das scheint sich großer Beliebtheit zu erfreuen, denn ganze Völkerscharen wandern zum Eingang. Entweder ist das Museum wirklich sehr beliebt oder es findet heute zufällig eine besondere Veranstaltung statt. Wir werden es niemals erfahren, da wir weiter den Schildern „Fietsen door het Water“ nach Bokrijk folgen.
„Menschenmassen strömen zum Freilichtmuseum. Anscheinend ein beliebtes Ausflugsziel.“
Unsere Tour auf dem Bokrijk Radweg führt nun an mehreren Teichen vorbei. Wir beschließen, am Wasser ein Picknick zu unternehmen und unsere belegten Brötchen mit Blick auf die Landschaft zu genießen. Während wir essen, können wir am Himmel Segelflugzeuge beobachten. Bis jetzt sind wir alle sehr zufrieden mit dieser Radtour. Nach der Pause setzen wir unsere Fahrt durch das Gebiet „De Wijers“ fort.


Radeln durchs Wasser in Bokrijk
Als nächstes erreichen wir das heutige Highlight unserer Radtour. Wir fahren jetzt durch einen Teich. Ja, du hast richtig gelesen. Wir fahren wirklich hindurch durch das Wasser. Denn mitten durch den Teich führt eine breite Rinne, durch die sowohl Radfahrer als auch Fußgänger das gegenüberliegende Ufer erreichen. Dabei reicht uns das Wasser sprichwörtlich bis zum Hals. Es ist ein merkwürdiges Gefühl. Fast so, als ob sich das Wasser extra für uns teilen würde. Mehr als 200 Meter hält das außergewöhnliche Schauspiel an, das sehr gut besucht ist. Links und rechts schwimmen im Wasser Schwäne.
“Was für ein besonderes Erlebnis.“

Nach diesem besonderen Erlebnis, führt uns der Bokrijk Radweg in den Wald. Doch bevor wir tief zwischen die Bäume eintauchen, genießen wir noch von einem Aussichtsturm einen weiten Blick auf den Weiher. In der Ferne können wir lauter Köpfe sehen, die aus der Wasseroberfläche herausragen. Es ist wirklich ein lustiger Anblick.
Einen kleinen Schreckmoment erleben wir, als Christian plötzlich meint, dass er einen Platten hat. Tatsächlich, sein Reifen sieht ziemlich leer aus. Wie gut, dass mein Mann unterwegs immer das passende Werk- und Flickzeug dabei hat. Also wird mitten im Wald schnell der Reifen demontiert, das Loch im Schlauch gesucht und schließlich mit einem Klebepatch geflickt. Das sollte jetzt hoffentlich halten, so dass wir unsere Radtour fortsetzen können.
“Unerwartete Pannen passieren leicht.“

Hasselt
Der Schlauch hält den Rest der Tagesstrecke, die uns weiter durch die idyllische Landschaft führt. Schließlich überqueren wir den Albertkanal. Danach führt uns unsere Route am Albertkanal entlang und bringt uns direkt in die Altstadt von Hasselt. Hier erreichen wir unser heutiges Etappenziel. Nachdem wir unsere Sachen im Hotel abgeladen und eine erfrischende Dusche genossen haben, begeben wir uns auf Entdeckungstour in die Altstadt. Bewundernswert ist die Sint-Quintinuskathedrale, der Grote Markt und das Alte Rathaus. Die Altstadt ist wirklich sehenswert und so lassen wir den Tag bei einem leckeren belgischen Bier in einem der zahlreichen Kneipen ausklingen.
“Ein hervorragender Abschluss unseres ersten Radtages.“

Tag 2: Hasselt – Leopoldsburg
Gut gelaunt und voller Vorfreude auf die heutige Etappe setzen wir unsere Tour fort. Wir sind nicht die einzigen Radgäste in unserem Hotel. Ganze Radgruppen sind unterwegs. Die Gegend scheint bei Radfahrern sehr beliebt zu sein. Der Radweg führt uns am Albertkanal entlang stadtauswärts.
Abtei Herkenrode
Die erste Sehenswürdigkeit lässt nicht lange auf sich warten. Über eine wunderhübsche Allee fahren wir geradewegs auf die Abtei Herkenrode zu. Das Zisterzienserinnenkloster wurde im 13. Jahrhundert errichtet. Knapp 600 Jahre später wurde das Frauenkloster aufgehoben. Beim Durchtreten des Eingangsportals staunen wir nicht schlecht. Das Klostergelände ist größer, als ich erwartet hatte. Scheinbar wird auch gerade eine große Kunstinstallation errichtet. Vorbei geht es an Stallungen und der Abteimühle.

Weiter geht es an einer ehemaligen Bahnlinie entlang. Hier kommen wir an einer Fahrradzählstation vorbei, die bereits am frühen Vormittag schon fast „400“ anzeigt. Als wir den Vogelbeobachtungsturm De Wijers erreichen, steigen unsere beiden Herren bis ganz nach oben und genießen die Aussicht auf die Wasserlandschaft. Wir Mädels warten in der Zwischenzeit unten und beobachten kleine Entenküken beim Baden und lauschen einem Specht.
Nachdem wir unsere Fahrt fortgesetzt haben, treffen wir auch schon bald wieder auf den Albertkanal. Hier entdecken wir ein Café, das wir für eine Pause nutzen. Kaffeetrinkend genießen wir das schöne Wetter und beobachten ein Boot, das jemanden auf Wasser-Skiern in rasantem Tempo hinter sich herzieht.
“Da bin ich dann doch lieber mit dem Fahrrad unterwegs.“

Be-MINE Fietspad
Nicht ganz so rasant geht es für uns nach der Pause weiter. In Beringen radeln wir auf dem Be-MINE Fietspad. Der führt an der Mine-Eisenbahnlinie vorbei, die einst die Zeche Beringen mit dem Kohlehafen Tervant verband. Denn wir befinden uns gerade im Gebiet des ehemaligen Steinkohlebergbaus. Heute ist Be-MINE das größte Industriedenkmal in Flandern.

Sint-Theodarduskerk Beringen-Mijn
Uns erwartet ein eindrucksvolles Kirchengelände. Die einschiffige Kreuzkirche gilt als Bergbaukathedrale, da sie 1939 zur Zeit des Steinkohlebergbaus für die Bergarbeitergemeinde errichtet wurde. Das Kirchengebäude fällt durch seine Fassade mit den aufwendigen Ziegelmusterungen auf. Interessant ist auch die farbenfrohe Lichtinstallation, die an den spitzbogigen Arkadenbögen angebracht ist.



Abenteuerberg und be-MINE-Halde
Schon von weitem können wir die großen Kohlewaschanlagen sehen. Die stehen mittlerweile leer und gleichen einem Lost Place, an denen aber kräftig gewerkelt wird. Im benachbarten Kühlturm ist heute ein Indoor-Schnorchel- und Tauchzentrum untergebracht. Die ehemalige Abraumhalde wurde zwischenzeitlich renaturiert und zu einem „Abenteuerberg“ ausgebaut. Hier befinden sich nun Kletter- und Spielmöglichkeiten und wer will, kann mit seinem Mountainbike sein Können auf einer MTB-Strecke unter Beweis stellen. Heute findet auch zufällig eine Veranstaltung statt und so beobachten wir das sportliche Können der Teilnehmer, die kräftezehrende Anstiege meistern und sich wagemutig mit ihren Rädern die Abhänge hinunter stürzen.
“Das sieht ziemlich waghalsig aus.“

Leopoldsburg
Nach dieser Pause radeln wir nun die letzten Kilometer für heute. Schließlich erreichen wir die ehemalige Garnisonsstadt Leopoldsburg. Das Museum Liberation Garden erinnert an die bewegte Zeit im Zweiten Weltkrieg, als Leopoldsburg von deutschen Truppen besetzt war und die Alliierten die Operation Market Garden starteten. Heute geht es in dem Ort, in dem es damals übrigens so viele Kneipen wie Tage im Jahr gab, ganz beschaulich zu. Einzig das herannahende Gewitter wirkt hier leicht bedrohlich.

Tag 3: Leopoldsburg – Helchteren
Es hat heute Nacht ordentlich geregnet und auch am Morgen sieht es noch recht bewölkt aus. Hoffentlich hält sich das Wetter, bis wir unsere Radtour beendet haben. Zum Glück haben wir heute die kürzeste Streckenetappe. Dennoch machen wir uns nach dem Frühstück zügig auf.
Kanal von Beverlo
Leopoldsburg ist bald verlassen und es rollt heute ganz gut. Beine und Hintern haben sich mittlerweile an das Radfahren gewöhnt. Wir erreichen nach einiger Zeit den Kanal von Beverlo. Der wurde Ende des 19. Jahrhunderts als Versorgungskanal für die Garnisonsstadt Leopoldsburg angelegt. Heute liegen hier einige Hausboote und kleinere Schiffe am Ufer. Das Bild erinnert mich sehr stark an den Canal Du Midi. Auf der anderen Kanalseite geht unsere Reise auf dem Bokrijk Radweg weiter.
Wir umrunden nun in einem wirklich großen Bogen ein Militärgebiet. Eine Abkürzung ist hier nicht möglich, so dass wir noch ein kleines Stoßgebet an den bewölkten Himmel senden, dass es doch bitte weiterhin trocken bleibt. Und so fahren wir durch das Waldreservat Pijnven.

Radeln durch die Bäume
Als Nächstes kommen wir an der Geodätischen Station Lommel vorbei. Hierbei handelt es sich um eine gusseiserne Landmarke aus dem 19. Jahrhundert. Sie trägt auch den Namen „Iron Man“ und diente als Vermessungspunkt.
Ganz in der Nähe kann man „Radeln durch die Bäume“ (Fietsen Door De Bomen). Selbstverständlich probieren wir das direkt aus. Spannend, wie wir uns über einen Doppelkreis bis zu den Baumwipfeln hinaufschrauben und schließlich wieder herunterkreiseln. Die Runde wird auch gerne von Sportradlern als Trainingsstrecke genutzt.


Weiter geht es durch den Nationalpark Bosland, in der sich eine große Sanddüne befindet. Ich bin ein wenig verwirrt, schließlich sind wir meilenweit vom Meer entfernt.
Es wird Zeit für eine Kaffeepause. Glücklicherweise finden wir in Hechtel-Eksel ein offenes Café. Wir staunen nicht schlecht, wie gut das Café innen besucht ist. Es scheint so, als ob sich der ganze Ort nach dem Sonntags-Gottesdienst zu einem gemeinsamen Plausch im Café getroffen hat. Wir finden draußen einen Platz und genießen unseren Kaffee. Hinter dem Haus befindet sich ein Denkmal für gefallene alliierte Flieger im Hechtel-Eksel. Zu sehen gibt es einen Sherman-Panzer.

Schlossbrauerei Ter Dolen
Nach dieser Pause begeben wir uns auf die Schlussetappe. Das ist auch ganz gut, denn nun fängt es leicht zu tröpfeln an. Der Bokrijk Radweg verläuft entlang einer alten Eisenbahnstrecke. Anschließend kommen wir an der Schlossbrauerei Ter Dolen vorbei. Die Ursprünge des Wasserschlosses Ter Dolen reichen bis ins 13. Jahrhundert. Wer möchte, kann an einer Brauereiführung teilnehmen. Wir rollen jedoch die letzten Meter bis zu unserem Auto. Während unsere Freunde sich dann direkt auf den Heimweg machen, besuchen Christian und ich noch schnell das Museum in Leopoldsburg. Als wir das Museum wieder verlassen und uns ebenfalls auf den Heimweg machen, schüttet es wie aus Eimern.
“Wir hatten auf unserer Radtour mega Glück mit dem Wetter.“

Weitere Ausflugsmöglichkeiten in Belgien
Mons: Belgien? Da denken viele sofort an Brüssel, Brügge oder Gent. Aber es lohnt sich, mal den Blick nach Süden zu richten – genau genommen nach Mons. Du kannst in Mons Sehenswürdigkeiten entdecken, die einen Besuch der Stadt abwechslungsreicher gestalten, als man auf den ersten Blick vermuten würde.
Antwerpen: Tauche ein in die bewegte Geschichte von Antwerpen und lass dich von dem historischen Flair mitreißen. Erfahre, was den Bauernturm so besonders macht, welcher berühmte Künstler in Antwerpen seine Spuren hinterließ und wo du die schönste Straße Antwerpens findest.
Leuven: Leuven ist ein lebhafter kleiner Ort in Flandern in der Provinz Flämisch-Brabant. Hier trifft man nicht nur auf Touristen, sondern vor allem auf Einwohner. Ich zeige dir, welche der Sehenswürdigkeiten du unbedingt gesehen haben solltest. Erfahre mehr über die liebliche Studentenstadt mit ihren vielen hübschen Gebäuden.
Lohnt sich der Bokrijk Radweg?
Unsere Radtour rund um Bokrijk war einfach super. Die Strecke führt durch idyllische Landschaften und ist sehr abwechslungsreich. Das Highlight war definitiv die Strecke, bei der man durchs Wasser radeln kann. Aber auch Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel die Altstadt von Hasselt, die Abtei von Herkenrode oder den Baumwipfelradweg machen die Radtour zu einem interessanten Erlebnis. Und die sehr gut ausgebauten Radwege in Belgien erfreuen jedes Radfahrerherz.
“Es war großartig!“
Zitat einer Mitreisenden
Wie hat dir unsere Fahrradtour auf dem Bokrijk Radweg gefallen? Welche der Highlights findest du besonders lohnenswert? Kannst du uns auch einen schönen Fernradweg empfehlen? Ich freue mich über deine Meinung. Hinterlasse doch dein Feedback unten als Kommentar.

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Info
Länge: In drei Tagen sind wir auf dem Bokrijk Radweg mit allen Umwegen und Abstechern insgesamt 137 km geradelt.
Höhenmeter: Wir hatten einen Anstieg von circa 410 Höhenmetern und einen Abstieg von etwa 420 Höhenmetern.
Schwierigkeit: einfach
Falls du den Bokrijk Radweg auch gerne fahren möchtest, findest du alle Details zu unserer Fahrradtour auf www.komoot.de und kannst sie dort herunterladen.
(Geradelt im Mai 2026)
Tipps zum Radeln durchs Wasser in Bokrijk
Anreise zum Bokrijk Radweg
Da es sich bei dem Bokrijk Radweg um eine Rundtour handelt, kannst du im Prinzip an jedem beliebigen Punkt starten. Der große Vorteil von Rundtouren ist, dass du nicht über eine Rückreise zum Startpunkt nachdenken musst. Das ist sehr bequem. Sowohl Hasselt, als auch Leopoldsburg und Helchteren sind von Deutschland aus sehr gut mit dem Auto zu erreichen. Auch eine Anreise mit der Bahn ist möglich, die dauert jedoch empfindlich länger.
Das Fahrradgepäck
Mittlerweile sind wir ganz geübt darin, unsere Radtouren mit so wenig Gepäck wie möglich durchzuführen. Grundsätzlich empfiehlt sich ein Zwiebellook aus atmungsaktiver Kleidung. Die verstauen wir in wasserfeste Gepäcktaschen, die wir seitlich an unserem Gepäckträger befestigen. In meiner Fahrradpackliste verrate ich dir, wie du alles Wichtige auf deiner Radreise mitnimmst.
Bokrijk Radweg Unterkünfte
Es war tatsächlich etwas schwierig, die Etappeneinteilung mit den verfügbaren Übernachtungsmöglichkeiten übereinander zu bringen. Mit Hasselt und Leopoldsburg haben wir zwei Orte gefunden, die sich ganz gut zum Übernachten eignen. Ich würde dir empfehlen, auf alle Fälle vorzubuchen, da es innerhalb des Naturschutzgebietes keine Unterkünfte gibt.
Pausen und Verpflegung
Für Pausen bietet sich eine Rast auf einer der am Wegesrand stehenden Bänke an. Der Verzehr eines mitgebrachten Picknicks ist obligatorisch. Du hast aber auch immer wieder die Möglichkeit, irgendwo einzukehren. Unterwegs gibt es einige Cafés und Restaurants, die dich gerne willkommen heißen.

Weitere wundervolle Radreisen
Lahnradweg: Du möchtest gerne eine Radreise durch das romantische Lahntal unternehmen? Ich verrate dir, was wir auf dem Lahnradweg alles erlebt haben. An sechs Tagen haben wir zahlreiche Burgen und Schlösser bewundern dürfen, sind durch eine traumhafte Landschaft geradelt und haben viele sehenswerte Städte besichtigen können.
Graveltour nach Maastricht: Mein Mann liebt es, mit dem Fahrrad unterwegs zu sein. Dieses Mal hat er eine Graveltour von Nijmegen bis nach Maastricht unternommen. In diesem Artikel verrät er dir, wie die Strecke verläuft, wie der Radweg beschaffen ist und was er unterwegs alles erleben durfte. Von Nationalparks über ehemalige Militärgelände bis hin zu sehenswerten Orten war alles dabei.
RurUfer-Radweg: Wir eroberten den RurUfer-Radweg. Vier Tage lang radelten wir den traumhaften Flussradweg entlang durch idyllische Landschaften, hügelige Wälder und sehenswerte Ortschaften. Erfahre, was es alles zu entdecken gibt und erhalte Tipps für eine erlebnisreiche Radtour.
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Liebe Annette,
in Belgien war ich wahrscheinlich zuletzt vor 30 Jahren, es wird mal wieder Zeit! Und die Radtour klingt sehr spannend! Vielen Dank für die Anregung.
Liebe Grüße
Elke
Liebe Annette, das klingt sehr spannend. Ist die Tour auch für das Radeln mit E-Bikes geeignet? In einem Abschnitt schreibst du “ das Wasser geht buchstäblich bis zum Hals“, das wäre ja für E-Bikes nicht geeignet.
Liebe Grüße Dagmar
Liebe Dagmar,
keine Sorge, man bekommt keine nassen Füße (oder Reifen). Es führt ein schmaler offener Tunnel durch das Wasser. Dabei bist du auf Augenhöhe mit der Wasseroberfläche und kannst deine Hände ins Wasser halten, wenn du die Arme ausstreckst. Aber man bewegt sich vollständig im Trockenen!
Liebe Grüße
Annette