Last Updated on 22. September 2025 by Netreisetagebuch
Du möchtest gerne eine Radreise durch das romantische Lahntal unternehmen? Dann bist du hier genau richtig! Ich verrate dir, was wir auf dem Lahnradweg alles erlebt haben. Erfahre, welche interessanten Orte an der Lahn liegen und was es unterwegs alles zu entdecken gibt. So viel sei verraten: An sechs Tagen haben wir zahlreiche Burgen und Schlösser bewundern dürfen, sind durch eine traumhafte Landschaft geradelt und haben viele sehenswerte Städte besichtigen können. Ich verrate dir, wie wir uns die Lahnradweg Etappen aufgeteilt haben und stelle dir ein paar Tipps für deine erlebnisreiche Radtour zusammen.
Der Lahnradweg im Überblick
Der Lahnradweg ist ein Fernradweg, der 245 Kilometer lang ist und durch das romantische Lahntal führt. Früher wurde er auch Lahntalradweg genannt. Er verläuft von der Lahnquelle bei Netphen (im Rothaargebirge) entlang der Lahn bis zur Mündung in den Rhein in Lahnstein. Dabei durchquert er die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz. Ausgestattet mit drei Sternen vom ADFC soll der Lahnradweg zu den schönsten Flussradwegen Deutschlands gehören. Davon wollen wir uns selber überzeugen.

Lahntalradweg Etappen
Den gesamten Lahnradweg zu radeln, erfordert eine gewisse Planung. Die insgesamt 245 Kilometer wollen gut aufgeteilt sein, damit die Radtour nicht zur Tortur wird. Wir entscheiden uns daher für die folgenden sechs Lahnradweg Etappen:
Lahnradweg Etappen:
1. Etappe: Siegen – Bad Laasphe
2. Etappe: Bad Laasphe – Marburg
3. Etappe: Marburg – Wetzlar
4. Etappe: Wetzlar – Gräveneck
5. Etappe: Gräveneck – Laurenburg
6. Etappe: Laurenburg – Koblenz
Unsere Anreise zum Lahnradweg
Der Lahnradweg startet zwar offiziell am Lahnkopf bei Lahnhof, doch dies ist für uns nicht gut mit der Bahn zu erreichen. Also beschließen wir, den Lahnradweg in Siegen zu beginnen. Den Bahnhof von Siegen erreichen wir nämlich ganz bequem von Köln aus mit dem RegionalExpress.
Infos
Abfahrt: Köln Hauptbahnhof
Ankunft: Siegen Hauptbahnhof
Zugnummer: Rhein-Sieg-Express RE 9 (von Aachen kommend)
Dauer der Bahnfahrt: 1 Stunde 27 Minuten
Zwischendurch legen wir noch einen kleinen Zwischenstop in Siegburg ein, um an dem Sommerfest im Wohnhaus unseres Sohnes teilzunehmen. Abends in Siegen dann angekommen, checken wir kurz im Hotel ein, erkunden die Stadt und freuen uns auf den morgigen Start unserer einwöchigen Tour auf dem Lahnradweg.

Sehenswertes auf dem Lahnradweg
1. Etappe: Siegen – Bad Laasphe
Heute geht es also los: Das Abenteuer „Lahnradweg“ kann beginnen. Nach einem ausgiebigen Frühstück packen wir unser Gepäck auf unsere Räder und dann rollen wir auch schon davon.
Nach Siegen kommen die Höhenmeter
Wir starten den Lahnradweg in Siegen, da dieser Ort für uns mit der Bahn am besten zu erreichen ist. Die „Rubensstadt“ besitzt gleich zwei Schlösser und malerische Altstadtgassen. Da wir die Stadt ja bereits gestern ausgiebig erkundet haben, begeben wir uns nach dem Frühstück auf die Straße und verlassen Siegen recht bald. Zum Glück, denn Radwege gibt es in Siegen nur sehr wenige und das Radeln an der viel befahrenen Straße macht echt keinen großen Spaß.
Idyllischer wird es, als wir fortan über Forst- und Waldwege durch das Siegtal radeln. Allerdings haben wir bei der heutigen Etappe auch ordentlich Höhenmeter abzuleisten. Es geht ziemlich steil bergauf und wir müssen stellenweise kräftig in die Pedale treten. Vor allem bei einer 20 %-Steigung. Doch wir kämpfen uns zwar langsam, aber tapfer hinauf und genießen zwischendurch immer wieder die Ausblicke auf die Ortschaften unter uns.

Deuz – erster motorisierter Omnibus
Die Tour führt uns aber auch immer mal wieder bergab und durch kleine Orte mit Fachwerk- und Schieferhäusern durch, bevor es wieder bergauf geht. Mit diesem stetigen Wechsel kommen wir auch an dem alten Bahnhof Deuz vorbei. Der ist vor allem für das Denkmal vor seiner Tür bekannt. Denn vor 130 Jahren wurde zwischen Siegen und Deuz die erste motorisierte Omnibuslinie der Welt eröffnet. Du kannst den Nachbau dieses ersten Busses bewundern: er steht in einem Glaspavillon direkt vor dem Bahnhof.

Lahnquelle – der Beginn des Flusses
Nach weiterem Auf und Ab erreichen wir in Lahnhof schließlich die Lahnquelle. Dabei ist es weniger so, dass das Wasser aus der Quelle sprudelt, sondern vielmehr findest du hier einen Quellteich. Aus diesem entspringt der Fluss und beginnt seinen Weg nach Lahnstein am Rhein. Übrigens war das Lahngebiet schon in der Steinzeit besiedelt.
Gleich neben dem Quellteich befindet sich ein Gasthaus. Gerne würden wir eine Pause einlegen, doch ein Blick hinauf zum immer dunkler werdenden Himmel lässt uns lieber weiterfahren. Ab jetzt befinden wir uns auf dem offiziellen Lahnradweg und werden der Lahn in den nächsten Tagen folgen, die bislang noch ein niedlicher kleiner Bach ist.
Auf teils unbefestigten Wegen geht es für uns auf dem Lahnradweg weiter. Dabei – wie sollte es auch anders sein – überwinden wir noch so einige Höhenmeter.

Jagdhof Glashütte
In dem Ort Glashütte taucht, wo wir es eigentlich nicht erwartet hätten, plötzlich ein ehemaliges Jagdschloss mit Fachwerkfassade auf. Das reich verzierte Gebäudeensemble beherbergt heute ein Luxushotel. Und so bewundern wir den großen Komplex mit seinem Fachwerk und den vergoldeten Tiermotiven, die an der Fassade angebracht sind, und radeln anschließend weiter.

Etappenziel in Bad Laasphe
Schließlich führt uns der Lahnradweg bis nach Bad Laasphe, wo sich unser heutiges Nachtquartier befindet. Wir kommen noch gerade rechtzeitig vor dem großen Regen an und können uns hier eine Pause gönnen. Als der Regenschauer etwas nachlässt, besichtigen wir den Ort mit seinen zahlreichen Fachwerk- und Schieferhäusern und genießen in der ältesten Gaststätte von Laasphe die gut bürgerliche Küche sowie Getränke aus der hauseigenen Brauerei.

2. Etappe: Bad Laasphe – Marburg
Am nächsten Morgen verrät uns schon ein Blick aus dem Fenster: Dies wird ein grauer regnerischer Tag. Die Gastwirtin gibt uns den Tipp, dass wir unterwegs jederzeit in die Bahn steigen könnten. Doch geschummelt wird nicht. Und so fahren wir nach dem Frühstück in voller Regenmontur gekleidet los. Noch tröpfelt es nur leicht, doch das soll sich bald ändern. Kaum haben wir Bad Laasphe verlassen, regnet es auch schon etwas stärker.

Industriemuseum Amalienhütte
Vorbei geht es am Industriemuseum Amalienhütte. Das befindet sich im Transformatorenhaus der ehemaligen Amalienhütte, das der Energieverteilung diente. Hier erfährt man allerlei über die Energiegeschichte der Region. Allerdings ist das kleine Museum nur jeden letzten Sonntag im Monat geöffnet, daher können wir es heute nicht besuchen. Deswegen radeln wir munter weiter und entdecken an einem Bachlauf ein kleines Hammerwerk, das von dem Wasser angetrieben wird und im regelmäßigen Rhythmus vor sich hinhämmert.
Eisenhütte Ludwigshütte
Der Lahnradweg führt uns über Feldwege und durch die Ortschaft Wallau. Vorbei geht es auch an der Ludwigshütte, einer ehemaligen bedeutenden Eisenhütte. Es gehört zu den ältesten Eisenhütten Mittelhessens. Wir bewundern kurz das ehemalige Verwaltungsgebäude, bevor wir uns weiter auf den Weg machen. Schon bald danach erreichen wir Biedenkopf.


Stippvisite in Biedenkopf
Die Stadt Biedenkopf hätte wirklich Potenzial, aber stattdessen ist sie sehr enttäuschend. Allein am Marktplatz stehen zwar ringsherum viele historische Fachwerkhäuser, doch die sind alle ziemlich heruntergekommen und die Kneipen, Gaststätten und Geschäfte zu 80 % aufgegeben. Da der Anblick so trostlos ist, haben wir keine Motivation, den Berg hinauf zum Landgrafenschloss zu fahren. Also verlassen wir Biedenkopf schnell wieder.
Schartenhof in Eckelshausen
Wesentlich freundlicher ist dagegen der Anblick des kleinen Ortes Eckelshausen. Hier stehen viele süße Fachwerkhäuser mit hübschen Verzierungen und Motiven an der Fassade. Vor allem der Schartenhof ist besonders malerisch. Der ehemalige Bauernhof stammt aus dem Jahr 1690 und beherbergt heute die „Stuwe im Schartenhof“ (Galerie – Kunsthandwerk). Er ist außerdem die Geburtsstätte des internationalen Musikfestivals der Eckelshausener Musiktage. Wir begeben uns wieder auf den Lahnradweg und fahren durch die Felder.
Mittlerweile schüttet es richtig doll. Ein Unterstellen unter den Bäumen hilft wenig, da das Blätterdach schon ebenfalls ordentlich Wasser durchlässt. Also wird tapfer weiter gestrampelt. Meine Handschuhe haben sich inzwischen so voll Wasser gesaugt, dass ich sie auswringen kann. Es wird allmählich wirklich ungemütlich. Dabei wäre die Landschaft bei Sonnenschein wahrscheinlich wunderschön.

Zisterzienserinnenkloster in Caldern
In Caldern angekommen, trennen sich unsere Wege. Okay, eigentlich ist es eher so, dass Christian hinauf zur Klosterkirche fährt, während ich unten im Dorf warte. Meine Laune ist aufgrund des nassen Wetters nicht die beste und auf weitere Höhenmeter habe ich gerade nur sehr wenig Lust. Dabei muss die Nikolaikirche des ehemaligen Zisterzienserinnenklosters recht hübsch sein, vor allem von innen.
Grimms Märchen im Ubbelohde-Haus
Die nächste Sehenswürdigkeit schaue ich mir dann wieder gemeinsam mit Christian an. Wir unternehmen nämlich einen Abstecher zum nahe gelegenen Ubbelohde Haus. Das Wohn- und Künstlerhaus wurde im Jahr 1900 von dem Landschaftsmaler und Grafiker Otto Ubbelohde gebaut. Hier entstanden unter anderem die Zeichnungen zu den Märchen der Gebrüder Grimm. Da das kleine Museum nur sonntags geöffnet ist, bleibt uns nur, das schmucke Häuschen von außen zu betrachten.
Das Wetter beruhigt sich allmählich. Und so können wir schließlich ohne weiteren Regen bis nach Marburg radeln, unserem heutigen Etappenziel.

Märchenstadt Marburg
Nach einer heißen Dusche machen wir uns auf, um die Universitätsstadt Marburg zu erkunden. Dabei sammeln wir nicht nur ordentlich Schritte, sondern auch wieder eine Menge Höhenmeter. Von der Unterstadt über die Oberstadt bis hinauf zum Schloss gilt es, so einige Etagen zu absolvieren. Doch wir werden mit zahlreichen interessanten Sehenswürdigkeiten belohnt, wie zum Beispiel dem Marburger Schloss, der alten Universität oder dem Rathaus am Marktplatz. Abends fallen wir schließlich erschöpft in den Schlaf.

3. Etappe: Marburg – Wetzlar
Heute haben wir Glück mit dem Wetter. Die heutige Etappe auf dem Lahnradweg ist dafür allerdings geprägt von etlichen Umleitungen. An vielen Orten wird der Lahnradweg scheinbar erneuert bzw. ausgebaut. Dadurch werden wir heute die meisten Kilometer hinter uns bringen. Außerdem kommen wir an vielen Campingplätzen vorbei.
Baggersee – jede Menge Kies
Nachdem wir Marburg hinter uns gelassen haben, radeln wir durch die Lahnauen. Um Spaziergängern Abwechslung zu bieten, wurde ein Planetenpfad am Wegesrand eingerichtet. Anschließend kommen wir bei Niederweimar an Sand- und Kiesgruben vorbei. Hoch aufgetürmter Kies wartet hier auf seine Verwendung. In unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich die Baggerseen der renaturierten Kiesgrube.

Freilichtmuseum „Zeiteninsel“
Nicht weit entfernt, befindet sich in Argenstein das Freilichtmuseum „Zeiteninsel“. Es handelt sich um ein archäologisches Freilichtmuseum, das elf Jahrtausende Landschafts- und Kulturgeschichte lebendig werden lassen will. Leider ist es jedoch zur Zeit wegen Umbaumaßnahmen geschlossen. Tja, da sind wir nicht nur zeit-, sondern auch ratlos. Also können wir nur einen Blick von außen auf das Gelände werfen und den ein oder anderen Pfahlbau entdecken.
Landsynagoge in Roth
Im nächsten Ort, in Roth, steht die ehemalige Landsynagoge. Sie ist recht klein und fügt sich in die benachbarte Häuserzeile ein. Eine Synagoge in Roth wurde im 18. Jahrhundert erstmalig erwähnt. Das Gebäude der ehemaligen Landsynagoge ist komplett mit Schieferschindeln verkleidet und beherbergt heute eine Gedenk-, Kultur- und Begegnungsstätte.

Bellnhausen – Stillleben im Lahntal
In Bellnhausen wartet ein kleiner Ortskern mit lauter süßen Fachwerkhäusern auf uns. Mittendrin gibt es eine Radkirche. Die Bellnhäuser Kirche stammt aus dem 13. Jahrhundert und ist zwar sehr klein, aber dafür innen wirklich hübsch ausgeschmückt, vor allem die Schmuckmedaillons an der Decke. Die zeigen Phönix und Pelikan. Wir drehen eine Erkundungsrunde durch die schmalen Gassen und begeben uns dann wieder auf den Lahnradweg.
Es winkt ein Abstecher nach Sichertshausen, der ebenfalls schöne Fotomotive in Form von Fachwerkhäusern bietet. Außerdem kommen wir an einem Getränke- und Snackkiosk vorbei. Doch unsere Kaffee- und Kuchenpause legen wir in einem Dorfladen in Ruttershausen ein. Hier gibt es alles, was für den täglichen Gebrauch benötigt wird. Außerdem werden selbstgebastelte Dekoartikel verkauft, die in der benachbarten Werkstatt für Behinderte Menschen hergestellt wurden. Damit erhält der Laden von mir als Mutter eines schwerbehinderten Kindes natürlich sofort Sympathiepunkte. Außerdem ist der Kuchen ausgefallen und schmeckt hervorragend.


Badenburg – Geburtsstätte des Hessischen Landboten
Gut gestärkt geht es dann weiter. Der Lahnradweg führt jetzt viel über asphaltierte Feldwege und wir radeln an Lollar vorbei, in der es die Arbeitersiedlung „Kolonie“ (Hessens älteste und größte Wohnsiedlung dieser Art) gibt. Und dann erreichen wir die nächste Sehenswürdigkeit: die Badenburg.
In Wirklichkeit handelt es sich um die Ruine Badenburg, denn von der einstigen Burg, die 1356 erstmals urkundlich erwähnt wurde, sind nur noch Mauerreste und die Kellergewölbe erhalten geblieben. In denen ist schon seit jeher eine Gaststätte untergebracht. So kam es, dass sich in der Badenburg Gießener Studenten und andere politische Oppositionelle heimlich trafen. Unter ihnen war auch Georg Büchner, der hier die berühmte Flugschrift „Der Hessische Landbote“ verfasste. Diese Flugschrift trug den Titel „Friede den Hütten! Krieg den Palästen!“ und rief zum Widerstand gegen Fürstenwillkür und soziale Ungerechtigkeit auf.
Ich kann dir versichern, zumindest heute finden hier keine geheimen Treffen statt. Der Ort ist absolut verlassen, die Gaststätte geschlossen. Also schwingen wir uns erneut auf unsere Räder und fahren nach Gießen.

Gießen – Stadt des Wissens
In Gießen angekommen, steigen wir von den Rädern ab und erkunden die Stadt ausgiebig. Dabei entdecken wir das Neue Schloss und den Botanischen Garten sowie die Johanniskirche. Außerdem gibt es witzigerweise sogar ein Gießkannenmuseum in Gießen. Ausgestellt werden Gießkannen in ausgefallenen Formen. Auf ausdrücklichen Wunsch meines Mannes besuchen wir nach dem Stadtrundgang das Mathematikum, das erste mathematische Mitmach-Museum der Welt. Hier kann jeder nach Herzenslust ausprobieren, geometrische Figuren legen, Pendel schwingen lassen und Knobelaufgaben lösen. Christian ist ganz in seinem Element und ich habe große Schwierigkeiten, ihn hier wieder aus dem Museum heraus zu bekommen.

Pausentag in Wetzlar
Schließlich schaffe ich es, Christian zur Weiterfahrt zu bewegen und so radeln wir unserem heutigen Tagesziel entgegen: Wetzlar. Da Wetzlar eine sehr sehenswerte Stadt ist, legen wir hier einen Ruhetag ein und besichtigen die historischen Sehenswürdigkeiten. Wir begeben uns auf die Spuren von Goethe und besichtigen das Lottehaus sowie das Jerusalemhaus, beides wichtige Stationen für die Entstehung von Goethes „Die Leiden des jungen Werthers“. Außerdem erkunden wir die Altstadt mit ihren zahlreichen Fachwerkhäusern und unternehmen lustige Foto-Experimente in der Leica-Welt.

4. Etappe: Wetzlar – Gräveneck
Bei schönstem Sonnenschein fahren wir nach unserem Ruhetag in Wetzlar wieder auf dem Lahnradweg los. Dabei radeln wir gleichzeitig auf der Bergmannsroute. Immer wieder kommen wir an Hinweisschildern vorbei, die etwas über die Geschichte des Bergbaus erzählen.
Abstecher zum Kloster Altenberg
Doch was wäre eine Radtour ohne Abstecher? Daher unternehmen wir einen kleinen Umweg zum Kloster Altenberg. Hierbei handelt es sich um ein Diakonissenmutterhaus, das bis zur Säkularisierung 1802 Kloster der Prämonstratenserinnen war. Die frühgotische Kirche aus dem 13. Jahrhundert besitzt bedeutende Wandmalereien. Wir schauen uns auf dem weitläufigen Gelände mit Klostergarten und Scheune um, bevor wir unsere Radtour fortsetzen.

Grube Fortuna und Kneippanlage
Wenige Kilometer später besteht die Möglichkeit für einen weiteren Abstecher. Wer mag, kann zum Besucherbergwerk Grube Fortuna, einem Eisenerzbergwerk, fahren. Dort geht es dann mit der Grubenbahn hinab in den früheren Abbaubereich, wo eine Vorführung des Erzabbaus stattfindet.
Wir lassen die Grube Fortuna jedoch links liegen und radeln stattdessen an der Schleuse Oberbiel vorbei und weiter Richtung Solms. In Burgsolms kommen wir an einem Tretbecken vorbei. An der Kneippanlage tummeln sich einige Leute. Doch statt Wassertreten, treten wir weiter in unsere Pedalen.

Braunfels – echtes Kleinod mit Charme
Heute scheint der Tag der Abstecher zu sein. Als Nächstes machen wir uns nach Braunfels auf. Der Ort ist ein echtes Kleinod, das überhaupt nicht von Touristen überlaufen ist. Dabei gibt es an jeder Ecke wundervolle Fotomotive. Mittelpunkt ist der hübsche kleine Marktplatz mit dem Brunnen. Weiter unten geht es in den Kurpark, der Anfang des 18. Jahrhunderts angelegt wurde. Wir gönnen uns auf dem Marktplatz bei den sommerlichen Temperaturen erstmal eine kleine Pause mit Eis. Vergessen sind die regnerischen Tage am Anfang unserer Radreise.
Danach machen wir uns auf, das eigentliche Highlight des Ortes zu besuchen: das Schloss Braunfels. Dieses märchenhafte Schloss haben wir schon von Weitem sehen können. Es thront auf der Spitze eines Basaltfelsens und wurde im 13. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt. Noch heute befindet sich das Schloss Braunfels in Familiensitz und wird bewohnt.

Du kannst entweder an einer Schlossführung teilnehmen oder einen kleinen Rundgang unternehmen, den du über einen Münzautomaten betreten kannst. Wir entscheiden uns für letzteres und begehen nur einen Teil des Schlosses, in dem es unter anderem Münzen, Siegel, Waffen und Kleidung zu besichtigen gibt.
Region der Quellen
Nach dieser kleinen Zeitreise schlagen wir uns einen Weg zurück zum Lahnradweg und erreichen dann Biskirchen. Hier radeln wir an einer Gedenkstätte für die ehemalige Bischofskirche vorbei. Außerdem entdecken wir in Biskirchen die Heilquelle „Gertrudisbrunnen“ und kommen an Karlssprudel vorbei.
Es scheint eine Region der Wasserquellen zu sein. Im nächsten Ort, in Löhnberg, gibt es die „Sauerborn Mineralquelle“. Er ist einer der ältesten Brunnen der Region. Hier befindet sich ein Rastplatz mit Pumpbrunnen, an dem sich einige Radfahrer ihre Trinkflaschen mit gekühltem Wasser auffüllen. Mir persönlich schmeckt das Wasser zu salzig, doch Christian nutzt ebenfalls die Gelegenheit, seine Wasservorräte aufzufüllen. Nicht weit entfernt befindet sich der Hauptsitz von Selters Mineralwasser.
Auf unserer Weiterfahrt können wir auf einem Felsen die Ruine der Laneburg sichten. Wir überqueren die Lahn und radeln an einer Schleuse vorbei. Anschließend geht es auf dem Leinpfad weiter. Früher wurden auf diesem Pfad die Frachtboote vom Ufer der Lahn aus mit Pferden gezogen. Wir nähern uns allmählich Weilburg.

Weilburg – barocke Residenzstadt
Schon von Weitem erhalten wir einen wundervollen Blick auf die Residenzstadt Weilburg. Die Stadt besitzt vor allem ein sehr hübsches Schloss aus dem 16. Jahrhundert mit schön angelegtem Schlossgarten, durch den wir entlangspazieren. Ansonsten scheint der Ort schon mal fittere Jahre gesehen zu haben. Sehr viele Bars und Restaurants sind aufgegeben und viele Häuser wirken dringend renovierungsbedürftig. Der ehemalige Tunnel der Weiltalbahn erinnert mich sehr stark an die Modellbahn Märklin.
Wir begeben uns wieder auf den Lahnradweg und radeln am Weilburger Schiffstunnel vorbei. Er ist der einzige Schiffstunnel Deutschlands und wurde 1844 errichtet. Der Lahnradweg verläuft nun nach Weilburg sehr idyllisch an der Lahn entlang, fernab vom Straßenverkehr. Wir befinden uns auf der heutigen Schlussetappe, die in Gräveneck endet.

5. Etappe: Gräveneck – Laurenburg
Gut gelaunt verlassen wir Gräveneck und begeben uns wieder auf den Lahnradweg. Der führt uns ganz idyllisch am Wasser entlang. Die Bahngleise sind dabei ebenso wie die Lahn unsere steten Wegbegleiter. Es ist sehr ruhig, denn wir sind fast alleine unterwegs. Nur sehr selten begegnet uns ein weiterer Radfahrer. Vorbei geht es für uns am Naturfreundehaus Villmar, das ganz in der Nähe der Wilhelm-Erbstollen-Quelle steht. Das erste Highlight für diesen Tag wartet anschließend in Villmar auf uns.

Marmorzentrum Villmar
In Villmar können wir die Marmorbrücke bestaunen. Sie wurde 1894 errichtet und ist Europas einzige Marmorbrücke. Villmar galt lange Zeit als „Marmormetropole“. Die Stadt ist seit dem 16. Jahrhundert das Zentrum des Lahnmarmor-Vorkommen und dessen Verarbeitung. Daher gibt es hier auch das Lahn-Marmor-Museum, das aber leider erst am Nachmittag öffnet. Daher radeln wir einmal durch den Ortskern von Villmar, besichtigen das historische Rathaus, die Pfarrkirche St. Peter und Paul sowie das barocke Hauptportal zur ehemaligen Klosteranlage.


Dann lassen wir auch diesen Ort hinter uns und entdecken nach einiger Zeit an der Lahn das König Konrad I. Denkmal, das hoch oben auf einem Felsen steht. Die Statue des Königs ist auf einem Sockel aus Lahnmarmor angebracht und überblickt stolz die Gegend.
Familienfehde in Runkel
In Runkel legen wir eine Besichtigungstour ein. Hier sind besonders die Lahnbrücke von 1448 nennenswert sowie die Burg Runkel, die man von der Lahnbrücke aus wunderbar sieht. Auf der gegenüberliegenden Flussseite liegt die Burg Schadeck. Dass die Stadt gleich zwei Burgen besitzt, ist einer Familienfehde aus dem 13. Jahrhundert geschuldet. Schließlich wollte jede der verfeindeten Familien eine stattliche Wohnmöglichkeit besitzen und sich vor möglichen Angriffen schützen.
Wir unternehmen einen Rundgang durch die Burg Runkel, in der kurz vorher eine Hochzeit stattgefunden hat. Hoch oben vom Bergfried aus erhalten wir einen weiten Blick über die Stadt. Außerdem legen wir in einem netten Café eine klitzekleine Kuchenpause ein, bevor weiter radeln und dabei an einem Kalkwerk und später am Schloss Dehrn vorbeikommen.

Dietkirchen – Wahrzeichen auf steilem Fels
Jedes mal auf dem Weg nach Bayern sehen wir von der Autobahn A3 aus eine Kirche, die besonders durch ihre beiden Kirchtürme auffällt. Hierbei handelt es sich um die St.-Lubentius-Kirche in Dietkirchen, die auf einem Kalkfelsen thront. Ist doch klar, dass wir der jetzt mal einen Besuch abstatten wollen. Die Ursprünge der „Mutterkirche aller Kirchen an der mittleren Lahn“ reichen bis ins Jahr 730 zurück.
Limburg – Fachwerkromantik und Bischofssitz
Ebenfalls von der A3 aus gut sichtbar ist der Limburger Dom. Und wir haben Glück, denn der Lahnradweg führt auch an dieser wirklich sehenswerten Stadt vorbei. Über die alte Lahnbrücke erreichen wir die Altstadt von Limburg, die mit ihren zahlreichen Fachwerkhäusern, netten Cafés, kleinen inhabergeführten Geschäften überaus sehenswert ist. Neben dem Dom gibt es noch das Schloss Limburg, das Haus der sieben Laster, den Kornmarkt und weitere Sehenswürdigkeiten zu bewundern. Da ist es nicht verwunderlich, dass sich in der Altstadt viele Touristen tummeln.


Diez – zwei Schlösser auf einen Streich
Der Lahnradweg bringt uns nach Diez. Dort steht das eindrucksvolle Schloss Oranienstein, das allerdings von der Bundeswehr belagert wird und nur im Rahmen einer Führung besichtigt werden kann. Also besichtigen wir stattdessen die Altstadt und bewundern das Grafenschloss aus dem 11. Jahrhundert. Am Marktplatz legen wir eine Pause ein, denn Radeln macht schließlich hungrig. Von unserem Platz aus haben wir einen guten Blick auf den Brunnen und das historische Rathaus.
Gestärkt bahnen wir uns unseren Weg durch die grüne Landschaft und entdecken in Fachingen auf der gegenüberliegenden Uferseite das Firmengelände der Fachinger Werke. Hier wurde 1740 die Fachinger Quelle entdeckt. Als wir an Balduinstein vorbeifahren, können wir hoch oben auf den Hügeln Schloss Schaumburg erblicken. Malerisch fahren wir an der Lahn entlang bis nach Laurenburg, wo wir dann unser Nachtquartier beziehen.


6. Etappe: Laurenburg – Koblenz
Heute steht unsere letzte Etappe auf dem Lahnradweg an. Unsere Sachen sind schnell zusammengepackt, schließlich sind wir mittlerweile in Übung. Und dann rollen wir auch schon durch Laurenburg durch, kommen dabei am Schloss Laurenburg vorbei und werfen einen Blick auf die gegenüberliegende Burg Laurenburg. Die Radtour führt uns anschließend wieder beschaulich an der Lahn entlang. Die Landschaft hat sich allmählich verändert. An den Hängen befinden sich nicht mehr Wälder, sondern Rebstöcke. Wir kommen an den Weinbergen von Obernhof vorbei, das als Wein- und Kultur-Dorf gilt.

Steil aufwärts zum Kloster Arnstein
Nun folgt ein recht schwieriger Teil des Lahnradwegs. Der führt nämlich jetzt auf einer Straße recht steil hinauf. Oben angekommen erreichen wir das Kloster Arnstein. Wir treffen eine Wanderin, die den Jakobsweg pilgert und in dem Kloster übernachtet hat. Von ihr erfahren wir, dass im Kloster Arnstein 15 griechisch-orthodoxe Schwestern leben. Sie unterhalten einen Klosterladen und ein Klostercafé. Das öffnet allerdings erst in einer Stunde, also radeln wir weiter.
Da wir uns bereits ganz oben befinden, können wir uns nun schwungvoll den Berg ein Stück hinabrollen lassen. Unter unseren Füßen sehen wir die Lahnschleife.
Jugenderinnerung in Nassau an der Lahn
Als Nächstes erreichen wir Nassau an der Lahn. Schon von Weitem konnten wir die Burg Nassau erkennen und wollen sie nun aus der Nähe betrachten. Doch wie das so mit Burgen ist, liegt auch sie ziemlich weit oben auf einem Berg. Und so kämpfen wir uns Meter für Meter den echt steilen Weg hinauf. Zwischendurch überlege ich, ob wir nicht einfach umkehren sollen, doch Christian besteht darauf, dass wir den Rest auch noch schaffen. Oben angekommen, habe ich dann ein Déjà-Vu: Hier war ich schon einmal, damals, als wir in Nassau auf Klassenfahrt waren. Lang, lang ist es her.
Von der einstigen Burg ist nicht mehr viel übrig geblieben. Den Turm können wir über eine enge Wendeltreppe besteigen. Ganz oben erhalten wir einen weiten Panoramablick über die Landschaft. Nachdem wir uns so angestrengt haben, um zur Burg Nassau zu gelangen, fahren wir in das Zentrum von Nassau und legen dort eine Kaffeepause ein.

Dausenau und sein historisches Fachwerkjuwel
Nach dieser Pause haben wir die Kraft, weiter bis nach Dausenau zu strampeln. Der kleine Ort beherbergt das zweitälteste spätgotische Fachwerkrathaus in ganz Deutschland. Das Alte Rathaus stammt aus dem Jahr 1434. Fragt sich jetzt nur, welches denn das älteste Fachwerkhaus Deutschlands ist? Falls du es weißt, darfst du es mir gerne in den Kommentaren verraten.


Bad Ems – wo einst Zare und Kaiser badeten
Diese Frage bleibt jedoch vorerst ungeklärt, also schwingen wir weiter auf dem Lahnradweg entlang in Richtung Bad Ems. Der mondäne Kurort ist voll mit Pensionen und Hotels, teilweise aus dem 19. Jahrhundert. Die tragen Namen wie „Nizza“, „Victoria“ oder „Verona“. Bad Ems war einst Anlaufstelle für den europäischen Hochadel und gehört heute zum UNESCO-Welterbe „Great Spa Towns of Europe“. Wir lassen das „Weltbad der Zaren und Kaiser“ auf uns wirken. Dann füllt sich Christian an der Römerquelle noch schnell seine Trinkflasche auf und schon kann es wieder weitergehen.
Über einen recht schmalen Radweg geht es entlang der Lahn. An den Ufern liegen zahlreiche kleine Boote und wir kommen immer wieder an kleinen Schleusen vorbei. Der Anblick der vielen Boote mit den Schleusen sowie dem schmalen Pfad neben dem Wasser muss ich unweigerlich an unsere Radtour am Canal Du Midi denken.


Lahnstein – Lahnmündung in den Rhein
Schließlich erreichen wir in Lahnstein die Lahnmündung. Die Lahn fließt geschmeidig in den Rhein. Auf der gegenüberliegenden Seite thront Schloss Stolzenfels. Der gelbfarbige Prachtbau erinnert mich stark an Schloss Hohenschwangau. In Lahnstein endet nun der Lahnradweg. Doch wir radeln noch weiter bis nach Koblenz, da wir dann von dort wieder bequem mit der Bahn zurück nach Hause fahren können.
Koblenz – Endziel unserer Radtour
Bevor wir wieder mit der Bahn nach Hause fahren, besichtigen wir jedoch noch Koblenz und verbringen zum Abschluss unserer Tour auf dem Lahnradweg noch einen schönen Abend in der Stadt. Das Finisher-Foto am Deutschen Eck wird selbstverständlich auch noch gemacht.


Weitere wundervolle Radreisen
Erft-Radweg: Zwei Tage lang radelten wir auf dem Erft-Radweg. Begleite uns auf unserer Fahrradtour entlang der Erft, die sich von der Eifel bis ins Rheinland in Neuss durch wundervolle Landschaften schlängelt. Ich zeige dir die schönsten Highlights, die es unterwegs zu entdecken gibt und welche Abstecher du unternehmen kannst.
RurUfer-Radweg: Vier Tage, drei Länder, eine Mission: Wir eroberten den RurUfer-Radweg. Vier Tage lang radelten wir den traumhaften Flussradweg entlang durch idyllische Landschaften, hügelige Wälder und sehenswerte Ortschaften.
Rheinradweg: Der Rheinradweg führt von Andermatt (Schweiz) bis nach Hoek van Holland. In zwei Tagen ist mein Mann die Etappe von Mainz bis nach Kaarst auf dem Rheinradweg geradelt, insgesamt 266 km lang. Über seine Erlebnisse und Erfahrungen während dieser Radtour berichtet er dir sehr gerne.
Lohnt sich der Lahnradweg?
Alles in allem haben wir mal wieder eine spannende und erlebnisreiche Radwoche gehabt. Der Lahnradweg führt durch romantische Landschaften und so manchen interessanten Ort. Dennoch würde ich den Lahnradweg nicht unbedingt zu meinen Lieblingsradwegen zählen. Dafür führt er zu oft an einer viel befahrenen Straße entlang. Und viele der Orte wirken mittlerweile ziemlich verloren mit ihren geschlossenen Geschäften und Restaurants. Auch etliche Gasthöfe und Pensionen sind einfach in der Zeit stehengeblieben: Hier wurde seit den 1950ern nicht mehr renoviert und sie besitzen den „Draußen nur Kännchen“-Charme. Aber zum Glück verstehen wir es ja, solche Momente stets mit Humor zu nehmen. Der Lahnradweg war erfreulicherweise nicht überlaufen, stellenweise hatten wir die Landschaft komplett für uns alleine.

Info
Länge: In sechs Tagen sind wir auf dem Lahnradweg mit allen Umwegen und Abstechern insgesamt 324 km geradelt.
Höhenmeter: Wir hatten einen Anstieg von circa 2.530 Höhenmetern und einen Abstieg von circa 2.750 Höhenmetern.
Schwierigkeit: mittel bis schwer
Falls du den Lahnradweg auch gerne fahren möchtest, findest du alle Details zu unserer Fahrradtour auf www.komoot.de und kannst sie dort herunterladen.
(Geradelt im Juli 2025)
Tipps rund um den Lahnradweg
Anreise zum Lahnradweg
Der Lahnradweg startet eigentlich am Lahnkopf. Da dies für uns jedoch nicht gut mit der Bahn zu erreichen ist, beginnen wir unsere Radreise in Siegen. Den Bahnhof Siegen erreicht man bequem mit dem RegionalExpress. Auch das Ende des Lahnradwegs haben wir verändert. Statt ihn in Lahnstein zu beenden, radeln wir bis nach Koblenz. Vom Bahnhof Koblenz kann man dann sehr gut mit dem Zug zurück nach Hause fahren. Wer zwischendrin mal eine Verschnaufpause braucht, kann entweder wie wir einen Pausentag einlegen oder aber einen Teil der Strecke mit der Bahn zurücklegen. Denn parallel zum Lahnradweg verläuft eine Bahnlinie, auf der Regionalzüge fahren.
Das Fahrradgepäck
Wir haben unser gesamtes Gepäck für den Lahnradweg mit den Rädern transportiert. Hierfür haben wir wasserfeste Gepäcktaschen seitlich an unserem Gepäckträger befestigt. Mit im Gepäck ist dabei stets eine kleine Tube Handwaschmittel, so dass wir unterwegs das ein oder andere Kleidungsstück waschen können. Grundsätzlich haben wir bügel- und knitterfreie Funktionskleidung dabei sowie Regenkleidung. Die war bei dieser Radtour auch dringend nötig. In meiner Fahrradpackliste verrate ich dir, wie du alles Wichtige auf deiner Radreise mitnimmst.

Lahnradweg Unterkünfte
Im Prinzip ist es nicht so schwer, auf dem Lahnradweg Unterkünfte zu finden. Allerdings solltest du beachten, dass es nicht immer Hotels, sondern auch gerne mal Pensionen oder Gasthöfe sein können. Außerdem gibt es unterwegs viele Campingplätze, auf denen du dein Zelt aufschlagen kannst. Die meisten Unterkünfte sind mittlerweile sehr gut auf e-Biker eingerichtet und bieten nicht nur eine eigene Fahrradgarage, sondern auch Lademöglichkeiten an. Wir haben alle Unterkünfte im voraus gebucht, um hier nicht die böse Überraschung erleben zu müssen, dass eine Etappe unfreiwillig länger wird als geplant. (Das ist uns nämlich schonmal auf dem Romantische Straße Radweg passiert).
Pausen und Verpflegung
Es gibt unterwegs in den Städten und Ortschaften immer eine Einkehrmöglichkeit. Außerdem haben wir stets irgendwo ein Café oder eine Bäckerei für eine Pause zwischendurch gefunden (wir sind auch an vielen Eisdielen vorbeigekommen). Allerdings konnten wir schon feststellen, dass es auch im Lahntal ein massives „Gastronomie-Sterben“ gibt. Viele Ausflugslokale und Kneipen sind dauerhaft geschlossen, was sehr schade ist. Zum Glück gibt es dennoch ausreichend Verpflegungsmöglichkeiten, so dass wir niemals verhungern oder verdursten mussten.
Weitere Informationen zum Lahnradweg findest du auf der Touristik-Seite.

Wie hat dir der Lahnradweg gefallen? Welche der Highlights findest du besonders lohnenswert? Kannst du uns auch einen schönen Fernradweg empfehlen? Ich freue mich über deine Meinung. Hinterlasse doch dein Feedback unten als Kommentar.
Und falls du jemanden kennst, dem der Lahnradweg ebenfalls gefallen könnte, dann leite doch der Person am besten diesen Beitrag weiter. Oder teile den Artikel ganz einfach in den sozialen Medien, damit auch andere von dem erlebnisreichen Lahnradweg erfahren. Vielen Dank.
Weitere Inspirationen für unser schönes Deutschland:
Schloss Drachenburg: Wer ein märchenhaftes Schloss in NRW besichtigen möchte, sollte sich nach Königswinter ins Siebengebirge begeben. Hier thront hoch oben auf dem Drachenfels das Schloss Drachenburg. Der Name verspricht Programm, denn hier gibt es noch die Mythen und Sagen samt Drachen und ihrer Drachentöter.
Lauf an der Pegnitz: Die reizende Stadt Lauf an der Pegnitz ist sehr sehenswert. Die malerische Altstadt mit ihren vielen mittelalterlichen Fachwerkbauten ist unheimlich schnuckelig und das Industriemuseum eine Besonderheit, die man sich unbedingt mal anschauen sollte.
Mainz: Mainz war mir hauptsächlich durch die Mainzer Fastnacht und die Mainzelmännchen bekannt. Doch das wird Mainz absolut nicht gerecht, denn die 2000-jährige Stadt hat weitaus mehr zu bieten. Begib dich mit mir auf die Spuren von Johannes Gutenberg, dem größten Sohn der Stadt Mainz. Ich zeige dir die zahlreichen Sehenswürdigkeiten von Mainz und erzähle dir interessante Dinge zur Geschichte der Bischofsstadt.
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Kurzer Kommentar zum langen Artikel: Das ist ein sorgfältig gemachter Beitrag, der zum Nachmachen anregen sollte, gefällt mir sehr gut.
Hallo Klaus-Peter,
schön, dass dir mein Bericht gefällt.
Liebe Grüße
Annette