Mainz Sehenswürdigkeiten – diese Highlights der Gutenbergstadt musst du sehen

Mainz war mir hauptsächlich durch die Mainzer Fastnacht und die Mainzelmännchen bekannt. Doch das wird Mainz absolut nicht gerecht, denn die 2000-jährige Stadt hat weitaus mehr zu bieten. Begleite uns auf unserem Rundgang durch die sehenswerte Altstadt und entdecke mit uns die Mainz Sehenswürdigkeiten.

Eigentlich wollten wir ja an diesem Wochenende mit unserer Tochter zusammen eine Studentenwohnung für sie in Mainz suchen. Doch das hatte sich plötzlich kurz vor der Abreise zerschlagen. Also beschlossen mein Mann und ich, das bereits gebuchte Hotel weiterhin zu nutzen und in Mainz statt einer Wohnungstour eine Sightseeing-Tour zu unternehmen (ohne Kinder).

Ich zeige dir die unzähligen Sehenswürdigkeiten von Mainz und erzähle dir interessante Dinge zur Geschichte der Bischofsstadt. Außerdem begeben wir uns auf die Spuren von Johannes Gutenberg, dem größten Sohn der Stadt Mainz.

Wissenswertes über Mainz

Mainz Sehenswürdigkeiten
In Mainz gibt es viele Sehenswürdigkeiten zu besichtigen

Mainz ist die Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz und zugleich auch dessen größte Stadt. Bereits zur Römerzeit war Mogontiacum (wie der lateinische Name für Mainz lautet) eine bedeutende Siedlung am Rhein, war sie doch als Grenzstadt zu Germanien ein wichtiger Militärstandort. Im Mittelalter stieg sie dann zur Bischofsstadt auf. Noch heute finden sich in der Altstadt viele historische Relikte und Zeugnisse ihrer bewegten Geschichte.

Die Stadt Mainz ist sehr bekannt durch die Mainzer Fastnacht, die Mainzelmännchen und seit neuestem auch durch den Impfstoffhersteller BioNTech. Aus Mainz stammt aber auch einer der revolutionärsten Erfinder, nämlich Johannes Gutenberg.

Wer war Johannes Gutenberg?

Gutenberg-Denkmal
Statue von Johannes Gutenberg

Johannes Gutenberg wurde 1400 in Mainz im „Hof zum Gutenberg“ geboren. Bevor er 1468 in Mainz verstarb, erbrachte er der Menschheit einen bedeutenden Verdienst: Er erfand den modernen Buchdruck mit beweglichen Metalllettern und der Druckpresse. Das mühselige Abschreiben der Bücher von Hand hatte damit ein Ende und die Herstellung von Büchern und Schriftstücken konnte von nun an schneller und billiger erfolgen.

Ihm zu Ehren thront in Mainz auf dem Gutenbergplatz eine Statue von ihm. Sein letzter Wohnsitz war übrigens der Algesheimer Hof auf der ‚Hintere Christofsgasse‘. Seine Grabstätte befand sich im ehemaligen Franziskanerkloster gegenüber der alten Universität. Du wirst bei deinem Stadtrundgang durch Mainz noch weitere Spuren von Gutenberg finden, doch dazu später mehr.

Die Mainz Sehenswürdigkeiten

In Mainz gibt es sehr viel zu entdecken. Schlendere durch die Altstadt und bewundere neben den mittelalterlichen Gebäuden weitere zahlreiche Sehenswürdigkeiten von Mainz.

Die bezaubernde Altstadt

Die Altstadt von Mainz ist geprägt von bezaubernden Häuserfassaden. Auf der Augustinerstraße lässt sich eine Besichtigung der wunderschönen Häuser mit einer kleinen Shoppingtour verbinden. Denn hier findest du zahlreiche kleine Geschäfte und Boutiquen sowie Cafés und Weinstuben. Besonders sehenswert ist auch die Augustinerkirche mit ihrer barocken Fassade, die im 18. Jahrhundert errichtet wurde und Teil des ehemaligen Klosters der Augustinereremiten war.

Tipp: Wirf auch unbedingt einen Blick in das Innere der Augustinerkirche und bewundere das Deckengemälde und die Einrichtung im Stil des Rokokos.

Von der Augustinerstraße aus zweigt ein kleiner romantischer Platz ab: der Kirschgarten. Hier findest du malerische Fachwerkhäuser aus dem Mittelalter. Und hier steht auch das älteste Fachwerkhaus von Mainz, das Haus „Zum Aschaffenberg“. Es wurde 1450 erbaut und bestand ursprünglich aus zwei Häusern, bevor diese im 16. Jahrhundert vereint wurden. Aber auch die benachbarten Häuser, wie zum Beispiel „Zur wilden Gans“, sind sehr sehenswert.

Ebenso zweigt von der Augustinerstraße die Badergasse ab. Hier waren früher – du wirst es sicherlich leicht erraten- die Bader ansässig. Sie waren nicht nur Friseure, sondern übten auch Heilkunde aus und betrieben Bäder. In großen Holzzubern ließen es sich ihre Gäste gutgehen. Teilweise zu gut, denn sie lebten hier ihr „ungezwungenes Vergnügen“ aus. Gegen Ende des Mittelalters wurden die Bäder daher aus hygienischen und moralischen Gründen geschlossen.

Kirschgarten
Das älteste Fachwerkhaus in Mainz

Der Alte Dom zu Mainz

Bevor wir uns dem Mainzer Dom zuwenden, betrachten wir doch erst einmal seinen Vorgänger. Der Alte Dom befindet sich ganz in der Nähe des Leichhofes: die Johanniskirche. Sie ist die älteste Kirche in Mainz und wird seit einigen Jahren restauriert. Daher kann sie leider nicht besichtigt werden. Allerdings sind an den Bauzäunen Schautafeln mit Infos zur Entstehung und Veränderung des alten Doms angebracht.

Tipp: Wirf einen Blick durch die Gucklöcher in den Schautafeln. Dann siehst du die jeweiligen Veränderungen, die es im Laufe der Zeit im Innenraum gegeben hat.

Der Mainzer Dom

Mainzer Dom
Der Mainzer Dom mit Domhäusern und Renaissance Brunnen

Der Hohe Dom St. Martin zu Mainz (oder auch einfach der Mainzer Dom genannt) ist nicht nur das Wahrzeichen, sondern auch das Prachtstück von Mainz. Den Grundstein für diese beeindruckende Kathedrale aus rotem Sandstein legte Willigis, Erzbischof und zugleich Erzkanzler des Deutschen Reiches. Leider brannte der Neubau im Jahr 1009 am Tag seiner Weihe ab und musste neu errichtet werden, so dass der Dom erst 1036 genutzt werden konnte.

Umrunde den Mainzer Dom und betrachte ihn ausgiebig von allen Seiten. Dabei kannst du dir die Flankentürme am Ostchor, die Treppentürmchen am Westchor, das dreischiffige Langhaus und allem voran den prächtigen Vierungsturm mit der gotischen Glockenstube anschauen. Zwischen den Türmen befindet sich das Reiterstandbild des heiligen Martin, dem Namenspatron.

Mainzer Dom
Innenraum des Mainzer Doms
Mainzer Dom
Reiterstandbild des heiligen Martin

Südlich grenzt der Kreuzgang an den Mainzer Dom, in dessen Mitte sich der Domfriedhof befindet. Im Obergeschoss ist das Bischöfliche Dom- und Diözesanmuseum untergebracht.

Dommuseum
Domstraße 35
5116 Mainz
www.dommuseum-mainz.de

Öffnungszeiten:
Di – Do von 13 – 17 Uhr
Fr von 10 – 17 Uhr
Sa, So von 11 – 18 Uhr
Eintrittspreise:
5 EUR, ermäßigt 3 EUR

Die Domstraße wird übrigens von den Mainzern auch als „kaltes Loch“ bezeichnet, weil es hier immer zieht. Allerdings kannst du von hier aus den goldenen Wetterhahn, den Domsgickel, auf dem Ostturm sehen. Dabei gilt folgende Regel:

„Blickt er zum Rhein, gibt es gutes Wetter.“

Rund um den Mainzer Dom

Der Mainzer Dom ist von verschiedenen Plätzen umgeben. Zuallererst ist da der Marktplatz, der sich an der Nordseite des Mainzer Doms befindet. Dieser große Platz ist auf der einen Seite eingerahmt von den schönen Markthäusern, vor denen die Cafés und Restaurants ihre Gäste in der Außengastronomie mit Blick auf den Dom bewirten. Auf der anderen Seite stehen vor dem Dom die barocken Domhäuser, in denen sich Krämerläden befinden.

Marktplatz Mainz
Mainzer Marktplatz, links die Heunensäule

In der Mitte steht eine sogenannte Heunensäule, eine hohe Rundstütze aus Sandstein, die ursprünglich für den Wiederaufbau des 1009 abgebrannten Doms bestimmt war. Am Sockel sind verschiedene Kopfbedeckungen aus der Mainzer Geschichte angebracht: der Helm eines römischen Legionärs, eine Bischofsmitra, eine Narrenkappe und die Reichskrone. Unweit der Heunensäule kannst du den Renaissance Brunnen entdecken, der 1526 vom Mainzer Erzbischof gestiftet wurde. In Verlängerung des Marktplatzes schließt sich das Höfchen an (genannt nach dem Hof des Mainzer Erzbischofs am Dom). Interessant ist auch der Maskenbrunnen, der auch als „Heiliger Sankt Spuckes“ bezeichnet wird, da das Wasser aus seinem Mund „gespuckt“ wird.

Tipp: Jeden Dienstag, Freitag und Samstag findet auf dem Marktplatz bis 14 Uhr der Wochenmarkt statt.

Maskenbrunnen Mainz
Heiliger Sankt Spuckes

Südlich des Mainzer Doms befindet sich der Leichhof mit seinen Domstiftshäusern. Hier war (das verrät dir schon der Name) der ehemalige Domfriedhof untergebracht, der jedoch im 12. Jahrhundert aufgegeben wurde. Heute treffen sich hier die Mainzer und genießen ihren Feierabend bei einem Gläschen Wein.

Östlich des Mainzer Doms liegt der Liebfrauenplatz. Von hier aus erhältst du einen sehr guten Blick auf den Ostchor des Doms. Auf dem Platz kannst du den Umriss der ehemaligen Liebfrauenkirche erkennen. Interessant ist auch die Nagelsäule: hier durfte man während des Ersten Weltkrieges gegen eine Spende einen Nagel in den Eichenstamm schlagen. So sind insgesamt 170.000 Reichsmark für soziale Projekte zusammengekommen.

Nagelsäule
Nagel für Nagel wurde in die Säule geschlagen

Gutenberg-Museum

Auf dem Liebfrauenplatz fallen dir sicherlich neun Sandsteinquader auf: sie bilden das Lettern-Denkmal, das an die Erfindung des modernen Buchdrucks mit beweglichen Metalllettern durch Johannes Gutenberg erinnern soll. Auf jedem der Quader steht ein einzelner Letter, zusammen ergeben sie das Wort „Gutenberg“. Die Platzierung des Lettern-Denkmals ist nicht zufällig gewählt, denn du befindest dich nun ganz in der Nähe des Gutenberg-Museums.

Lettern-Denkmal
Das Lettern-Denkmal auf dem Liebfrauenplatz

Die Museumsverwaltung und die Gutenberg-Bibliothek sind in dem benachbarten Palais der Spätrenaissance „Zum Römischen Kaiser“ untergebracht, dem seinerzeit prachtvollsten Bürgerhaus der Stadt. Gleich daneben erfährst du im Neubau des Gutenberg-Museums viele interessante Dinge über die Buch-, Druck- und Schriftgeschichte. Zu sehen gibt es neben Schrift- und Druckstücken aus unterschiedlichen Kulturen, auch Gieß-, Setz- und Druckmaschinen. Du hast die Möglichkeit, verschiedene Schriftarten selber auszuprobieren, klitzekleine Reisebücher in der Größe einer Streichholzschachtel zu bestaunen und eine Rekonstruktion von Gutenbergs Werkstatt anzuschauen. Und als Höhepunkt kannst du in einem Tresorraum zwei originale Gutenberg-Bibeln bewundern.

Zum Römischen Kaiser
Das Haus „Zum Römischen Kaiser“

Gutenberg-Museum
Liebfrauenplatz 5
55116 Mainz
www.gutenberg-museum.de

Öffnungszeiten:
Di – Sa von 9 – 17 Uhr
So von 11 – 17 Uhr
Eintrittspreise:
5 EUR, ermäßigt 3 EUR
Kinder bis 7 Jahre frei

Kirchenruine St. Christoph

Eine Sehenswürdigkeit der besonderen Art stellt die Kirchenruine St. Christoph dar. Die frühgotische Pfarrkirche aus dem 13. Jahrhundert wurde im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört. Statt sie wieder aufzubauen, soll sie als Mahnmal und Gedenkstätte an die schrecklichen Ereignisse erinnern. Das Gebäude wirkt recht bizarr und hinterlässt tatsächlich einen schalen Eindruck. Es finden hier dennoch regelmäßig Gottesdienste statt. Übrigens wurde Johannes Gutenberg in der Kirche St. Christoph getauft.

Kirchenruine St. Christoph
In der Kirchenruine finden Gottesdienste statt

Kurfürstliches Schloss

Ganz in der Nähe der Theodor-Heuss-Brücke steht das imposante Kurfürstliche Schloss. Der Bau der ehemaligen Stadtresidenz der Mainzer Erzbischöfe begann im 17. Jahrhundert. Im Laufe der Zeit diente der Renaissance-Bau jedoch unterschiedlichen Zwecken. So wurde es unter anderem als Kaserne, Lazarett, Zollmagazin und Zollbehörde genutzt. Heue beherbergt der Ostflügel das Römisch-Germanische Zentralmuseum, während im Nordflügel im „Akademiesaal“ die jährliche Fastnacht-Sitzung „Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht“ stattfindet. Im Schlossinnenhof lädt ein Biergarten zum Verweilen ein. Doch als wir ankommen, findet dort gerade eine Musikveranstaltung statt.

Kurfürstliches Schloss
Blick in den Schlossinnenhof

St. Stephanskirche mit Chagall-Fenstern

Die gotische Hallenkirche auf dem Stephansberg wurde 1260 bis 1340 erbaut. Sie besaß auch einen Brandturm mit Türmerwohnung. Die Stephanskirche wurde in ihrer Geschichte jedoch mehrmals schwer beschädigt und im Zweiten Weltkrieg fast völlig zerstört. Beim Wiederaufbau erhielt sie eine touristische Attraktion: Der Künstler Marc Chagall schuf neun blau leuchtende Kirchenfenster, die in Deutschland einzigartig sind.

Chagall-Fenster
Eines der insgesamt neun blauen Chagall-Fenster

Kupferbergterrassen

In der Mainzer Oberstadt befinden sich die Kupferbergterrassen. Der Name erinnert dich an etwas? Da liegst du völlig richtig. Hier auf der Erhebung Kästrich wurden früher Weinreben angebaut und hier befindet sich auch die ehemalige Sektkellerei Kupferberg. Sie wurde 1850 gegründet und besitzt eine siebenstöckige Kelleranlage mit insgesamt 60 Kellern. Im ehemaligen Wohnhaus ist heute das Kupferberg-Museum untergebracht. Gezeigt werden unter anderem wertvolle Gläser der Sektkellerei und der Jugendstil Traubensaal, der für die Weltausstellung in Paris 1900 entworfen wurde. Informationen zur Besichtigung erhältst du auf der Homepage des Kupferberg-Museums.

Wer keinen Sekt mag, der freut sich eventuell über die Brauerei im Nachbarhaus.

Tipp: Gönn dir eine Pause von deiner Sightseeing-Tour und genieße von hier oben die Aussicht auf die Stadt.

Kupferbergterrasse
Die Sektkellerei Kupferberg

Museum für Antike Schifffahrt

In der Nähe zum Rhein ist in einer ehemaligen Lokhalle das Museum für Antike Schifffahrt untergebracht. Schon beim Eintreten fallen uns im Herzen der großen Halle die beeindruckenden hölzernen Nachbauten römischer Patrouillenboote im Maßstab 1:1 auf. Daneben gibt es zahlreiche Schiffsmodelle zu besichtigen und du erhältst viele Infos über die Geschichte des Schiffsbaus. Ein spannendes Erlebnis, nicht nur für Kinder.

Museum für Antike Schifffahrt
Nachbau eines Mannschaftsbootes einer spätrömischen Grenzsicherungseinheit

Museum für Antike Schifffahrt
Neutorstr. 2b
55116 Mainz
web.rgzm.de

Öffnungszeiten:
Di – So von 10 – 18 Uhr
montags geschlossen
Eintrittspreis: kostenlos

Römisches Theater

Die Überreste des Römischen Theaters am ehemaligen Südbahnhof zeigen ein eindrucksvolles Relikt aus der Römerzeit von Mogontiacum. So nannten die Römer ihr Mainz. Es war das größte römische Bühnentheater nördlich der Alpen, rund 10.000 Zuschauer fanden hier Platz. Falls du noch weitere Römerentdeckungen besichtigen möchtest, solltest du der Römerpassage einen Besuch abstatten. Dort wurden bei Ausgrabungen Fundamente eines römischen Tempels mit Opfergegenständen gefunden. Marschiere nun den Jakobsberg weiter hinauf, dann kommst du zur nächsten Mainz Sehenswürdigkeit.

Zitadelle

Auf dem Jakobsberg befindet sich die Zitadelle, eine Wehranlage aus dem 17. Jahrhundert mit vier Bastionen. Sie umgab das ehemalige Benediktinerkloster und führte zu einer lückenhaften Stadtbefestigung. Im Ersten und Zweiten Weltkrieg diente die Zitadelle als Kriegsgefangenenlager. Heute sind in der Zitadelle städtische Ämter sowie das Stadthistorische Museum Mainz untergebracht.

Zitadelle Mainz
Barocke Festungsanlage

Schau dich in Ruhe auf dem Gelände um, dann findest du auch den Drususstein, den die Römer zu Ehren ihres Feldherrn Drusus errichteten. Ebenso gibt es einen Luftschutzraum aus dem Zweiten Weltkrieg sowie zwei „Einmannbunker“. Es werden auch Führungen durch die unterirdischen Gänge angeboten. Infos hierzu findest du auf der Homepage der Initiative Zitadelle Mainz e.V.

Stadthistorisches Museum Mainz
Zitadelle, Bau D
55131 Mainz
www.stadtmuseum-mainz.de

Öffnungszeiten:
Fr von 14 – 17 Uhr
Sa, So von 11 – 17 Uhr
Eintrittspreise:
3 EUR, ermäßigt 1,50 EUR
Kinder unter 6 Jahre frei

Holzturm und Eisenturm

Diese beiden Stadttürme sind zusammen mit dem Alexanderturm die letzten erhaltenen von insgesamt 34 ehemaligen Tor- und Wachtürmen aus dem Mittelalter. Der Eisenturm wurde 1240 erbaut und ist damit der älteste noch verbliebene Turm. Sein Name leitet sich von dem in der Nähe stattgefundenen Eisenmarkt ab. Der Turm diente im 19. Jahrhundert als Militärgefängnis und wird heute als Künstler- und Jugendzentrum genutzt. Der Holzturm stammt aus dem 15. Jahrhundert und erhielt seinen Namen durch den Holzmarkt, der in seiner Nähe abgehalten wurde.

Am Mainzer Rheinufer flanieren

Spaziere doch mal am Rheinufer entlang und lass deine Seele baumeln. Wir starten am Winterhafen, an dem Ende des 19. Jahrhunderts die Schiffe im Winter ankerten, und betrachten dort die Drehbücke. Dann schlendern wir die Uferpromenade entlang. Dabei kommen wir am Malakoff-Fort vorbei, das Teil der Rheinkehlbefestigung aus dem 19. Jahrhundert war und zur militärischen Sicherung der Stadt diente. Im Laufe unseres Spaziergangs treffen wir auf weitere Überreste dieser Befestigung, wie zum Beispiel dem Templertor oder dem Holztor.

Tipp: Auf der Mole des Winterhafens befinden sich ein beliebter Biergarten, eine Grillwiese und ein Restaurant mit Liegestühlen.

Wenn du den Rhein weiter begleitest, kommst du am Kurfürstenbrunnen vorbei. Dort steht auch der Mainzer Kurfürstenzyklus. Dabei handelt es sich um Nachbildungen von Reliefs historisch bedeutsamer Herrscher. Die Originale werden sicher im Landesmuseum verwahrt. Bitte wundere dich nicht, falls du beim Gehen Töne produzierst: Im Boden ist ein Glockenspiel eingelassen.

Theodor-Heuss-Brücke

Schon bei unserer Anreise nach Mainz durften wir dieses prachtvolle Bauwerk bewundern. Und vor allem haben wir mit dieser wunderschönen Bogenbrücke den Rhein überquert. Falls du nicht ebenso wie wir bereits bei deiner Anreise nach Mainz die Brücke aus dem 19. Jahrhundert besichtigen konntest, dann empfehle ich dir, deinen Rhein-Spaziergang bis zu diesem anmutigen Bauwerk fortzusetzen.

Vor der Theodor-Heuss-Brücke wird übrigens jährlich von Anfang Mai bis Ende September ein Sandstrand eröffnet. So lässt sich das Urlaubsfeeling auch daheim erleben.

Theodor-Heuss-Brücke Mainz
Spaziergang am Rheinufer entlang mit Blick auf die Theodor-Heuss-Brücke
Winterhafen Mainz
Die Drehbrücke am Winterhafen

Weitere Sehenswürdigkeiten von Mainz

Du hast nun schon eine ganze Menge sehenswerter Dinge in der Altstadt von Mainz entdeckt. Ich möchte dir aber die folgenden Sehenswürdigkeiten nicht vorenthalten:

Auf dem Gutenbergplatz befindet sich gegenüber dem Standbild Gutenbergs das Staatstheater, das in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts errichtet wurde. Ganz in der Nähe verläuft auf dem Boden quer über den Gutenbergplatz die Markierung des 50. Breitengrads.

Mainz ist schon seit Jahrhunderten eine Studentenstadt. Davon zeugt die Alte Universität, „Domus Universitatis“. Sie wurde Anfang des 17. Jahrhunderts durch den Jesuitenorden errichtet und beherbergte ursprünglich die Philosophische und Theologische Fakultät sowie das Jesuitengymnasium.

In der Mainzer Altstadt befindet sich Deutschlands ältestes Bürgerspital: das Heilig-Geist-Spital. Im 13. Jahrhundert errichtet, bot es Unterkunft für Pilger, Arme, Alte und Kranke. Heute bietet es dir Speis und Trank, denn es beherbergt eine Gastronomie mit Biergarten.

In der Golden-Ross-Kaserne, dem ehemaligen kurfürstlichen Marstall aus dem 18. Jahrhundert, ist heute das Landesmuseum untergebracht. Zu betrachten gibt es eine kunst- und kulturgeschichtliche Sammlung. Die vergoldete Pferdefigur, die über dem Eingang prangt, erinnert noch heute an die ursprüngliche Gebäudenutzung.

Staatstheater Mainz
Das Staatstheater von Mainz

Was wäre Mainz ohne Mainzelmännchen?

Jetzt kommen wir aber endlich mal zu den bekanntesten Bewohnern von Mainz: nämlich den Mainzelmännchen. Diese sechs Trickfiguren kennen wir aus dem ZDF-Fernsehprogramm und wer hat die kleinen Kerlchen als Kind nicht geliebt? Da der ZDF seinen Sitz in Mainz hat, ist es nicht verwunderlich, dass dir die Mainzelmännchen bei deiner Stadtbesichtigung unweigerlich über den Weg laufen werden. So begegnen sie dir an einigen Fußgängerüberwegen als Mainzelmännchen-Ampel. Eine sehr putzige Idee, wie ich finde. Außerdem kannst du dir im ZDF.Shop ein Mainzelmännchen-Produkt zur Erinnerung an deinen Aufenthalt in Mainz besorgen.

Mainzelmännchen-Ampel
Mainzelmännchen Det zeigt, ob du gehen darfst

Mainz Stadtführungen

Du hast die Möglichkeit, die sehenswerte Altstadt während einer Stadtführung kennenzulernen. Die Stadt Mainz bietet zahlreiche Themenführungen an. Falls du an einer teilnehmen möchtest, kannst du dich auf der Homepage von Mainz darüber informieren.

HÄTTEST DU ES GEWUSST?

In Mainz fällt dir sicherlich eine Besonderheit bei den Straßenschildern auf: manche sind rot und manche sind blau. Dank einer Reform Mitte des 19. Jahrhunderts sollten die farblichen Schilder die Straßenführung vereinfachen, denn das System der Hausnummerierung war damals sehr kompliziert. Straßen mit roten Schilder führen seitdem zum Rhein, während die mit blauen Schildern parallel zum Rhein verlaufen.

Mainz Veranstaltungen

In Mainz finden regelmäßig Veranstaltungen statt:

  • Mainzer Fastnacht
    Mainz ist weithin sehr bekannt für seine Fastnacht. Der Rosenmontagszug wird jährlich im Fernsehen ausgestrahlt. Außerdem finden viele Prunksitzungen statt, wie zum Beispiel „Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht“.
    Die Fastnacht wird jedes Jahr am 11.11. am Fastnachtsbrunnen mit seinen 200 Figuren aus der Fastnacht und Mythologie ausgerufen.
  • Mainzer Johannisnacht
    In Gedenken an Johannes Gutenberg findet jährlich die Mainzer Johannisnacht mit antiquarischem Büchermarkt, Ausstellungen und Vorführungen im Gutenberg-Museum und dem „Gautschen“, der Buchdruckertaufe statt.
  • Mainzer Weinmarkt
    Am letzten Augustwochenende findet der Mainzer Weinmarkt statt, bei dem nicht nur Weinstände zu finden sind, sondern auch verbunden ist mit einem Volksfest.
  • Mainzer Weihnachtsmarkt
    Rund um den Mainzer Dom findet jedes Jahr der Weihnachtsmarkt statt.
Fastnachtsbrunnen
Der närrische Fastnachtsbrunnen

Mein Fazit zu den Mainz Sehenswürdigkeiten

Die Stadt Mainz hat trotz ihrer bewegten 2000-jährigen Geschichte ihren ganz besonderen Flair beibehalten. Sie strahlt viel Charme aus und es macht viel Spaß, durch die Gassen zu schlendern und auf Entdeckungstour zu gehen. Als Studentenstadt ist die Innenstadt sehr belebt und es herrscht ein geselliges Zusammenleben.

Die zahlreichen Sehenswürdigkeiten von Mainz alle an einem Tag zu besichtigen, halte ich für sehr sportlich. Ich empfehle dir daher, mindestens zwei Tage für deinen Aufenthalt in dieser wundervollen Stadt einzuplanen. Einer Stadt, in der du neben Geschichte und Kultur zu erleben, auch einfach in einem der vielen Cafés und Weinstuben gemütlich sitzen und entspannen kannst. Oder genieße deine Auszeit bei einem Sparziergang am Rhein oder im Stadtpark. Ob nun Sightseeing, Entspannen oder ein Museums-Besuch: Mainz hat viel zu bieten.

Liane von ‚Die Reise Eule‘ verrät dir 99 Dinge, die man in ihrer Heimatstadt Mainz machen kann.

Wie haben dir die Mainz Sehenswürdigkeiten gefallen? Was gefällt dir an der Gutenbergstadt am besten? Hast du weitere Tipps zum Aufenthalt in Mainz? Ich freue mich über dein Feedback unten in den Kommentaren. Und falls dir dieser Beitrag gefallen hat, teile ihn gerne in den sozialen Medien. Vielen Dank.

Heilig Geist Spital
Das Heilig Geist Spital

(Besichtigt im September 2021)

Wie gelange ich nach Mainz?

Anreise mit dem Auto

Anfahrt: Du erreichst Mainz von Süden und Norden kommend über die Autobahnen A3 und A66 (Ausfahrt Wiesbaden-Erbenheim). Danach der B455 in Richtung Mainz-Kastel folgen.
Von Westen kommend gelangst du am besten nach Mainz über die Autobahn A63 und folgst dann der B40 (Ausfahrt Richtung Mainz-Bretzenheim).
Von Osten kommend erreichst du Mainz über die Autobahnen A60 (Ausfahrt Mainz-Hechtsheim-Ost) oder A66 (Ausfahrt Wiesbaden-Erbenheim).

Parken: Folge am besten dem Parkleitsystem zum nächsten freien Parkplatz im Parkhaus oder der Tiefgarage.
Tipp: Mit dem Parkbeleg aus den Parkhäusern der „Parken in Mainz GmbH“ (PMG) darfst du mit 4 Begleitpersonen die Verkehrsmittel der Mainzer Mobilität kostenlos nutzen.

Anreise mit der Bahn

Den Mainzer Hauptbahnhof erreichst du ideal mit einem ICE. Von dort aus bist du in rund zehn Minuten Fußweg mitten in der schönen Altstadt.

Anreise mit dem Flug

Solltest du von weiter her anreisen, so kannst du Mainz wunderbar mit dem Flugzeug erreichen. Dafür stehen dir entweder der Flughafen Frankfurt am Main oder der Flughafen Frankfurt Hahn/Hunsrück zur Verfügung. Von den Flughäfen aus bestehen direkte Bahn- bzw. Shuttlebusverbindungen nach Mainz.

Anreise mit dem Fahrrad

Mainz kannst du aber auch mit dem Fahrrad erreichen, denn es gibt verschiedene Radwege, wie zum Beispiel die Velo-Route Rhein oder der Main-Radweg.

Anreise mit dem Schiff

Etwas gemächlicher reist du dagegen mit dem Schiff nach Mainz. Es gibt mehrere Charterfahrten, die die Schiffsanleger in Mainz ansteuern.

Weitere Städtereise Ideen in Deutschland

Auf dem Weg nach Mainz haben wir vorher Halt in Limburg an der Lahn gemacht und uns die zauberhafte Altstadt der Bischofsstadt angeschaut.

Du liebst Fachwerkbauten? Dann wird dir Hilpolstein sicherlich gefallen. Und über der Altstadt thront die Burgruine von Hilpoltstein.

Auch Ingolstadt besitzt eine beeindruckende Festungsanlage und besitzt zudem in ihrer barocken Altstadt schöne Sehenswürdigkeiten.

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4 Gedanken zu “Mainz Sehenswürdigkeiten – diese Highlights der Gutenbergstadt musst du sehen

  1. Schöner Artikel über meine Heimatstadt (und immer noch Wohnort) – Nur dass Mainz natürlich noch einen Fußball-Bundesligaverein hat, und dadurch weltweit bekannt geworden ist, könnte noch erwähnt werden.

    Mein Lieblingsplatz ist übrigens der Volkspark.

    1. Hallo Patrick,
      ich gebe zu, dass ich als „Nicht-Fußball-Fan“ diesen Punkt gar nicht auf dem Schirm hatte.
      Viele Grüße
      Annette

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