Bist du auf der Suche nach einem historischen Reiseziel mit ganz viel Charme? Dann bist du in Marburg genau richtig! In diesem Artikel stelle ich dir die schönsten Marburg Sehenswürdigkeiten vor, die in einer märchenhaften Kulisse eingebettet sind. Mit ihren schiefen Fachwerkhäusern, engen Gassen und verwinkelten Treppen wirkt die Marburg Altstadt geradezu pittoresk. Lass dich von meinen Eindrücken inspirieren und entdecke, was Marburg so besonders macht! Erfahre, welche zwei berühmten Brüder hier einst studierten, wer die bekannteste Persönlichkeit des mittelalterlichen Marburgs ist und wer zur Gründung des Landes Hessen beitrug.
Wo liegt Marburg? Wissenswerte Infos
Marburg befindet sich in Mittelhessen, etwa 27 Kilometer von Gießen entfernt. 1138/39 wurde Marburg erstmals urkundlich erwähnt, jedoch begann der Bau der Burganlage bereits im 10. Jahrhundert. Der Name „Marburg“ bedeutet „Grenzburg“ und leitet sich aus dem Umstand her, dass Marburg an der Grenze zwischen dem Besitz des Erzbistums Mainz und der Landgrafschaft Thüringen lag. Die Burg (heutiges Landgrafenschloss) diente damals als Grenzfeste. Seit dem 13. Jahrhundert besitzt Marburg Stadtrechte. Zu dieser Zeit lebte Elisabeth von Thüringen in Marburg. Sie prägte stark das soziale und religiöse Leben der Stadt.
Die ehemalige Landgrafenresidenz wechselte in den darauffolgenden Jahrhunderten mehrmals ihre Zugehörigkeit. 1527 wurde die Philipps-Universität gegründet. Sie ist die älteste noch existierende protestantisch gegründete Universität der Welt. Marburg spielte während der Reformation eine bedeutende Rolle. 1529 fand nämlich im Landgrafenschloss das Marburger Religionsgespräch zwischen Martin Luther und Ulrich Zwingli statt. Wir werden bei unserem Stadtrundgang durch Marburg Sehenswürdigkeiten entdecken, die die bewegte Stadtgeschichte bezeugen.

HÄTTEST DU ES GEWUSST?
Die Brüder Jacob und Wilhelm Grimm studierten Anfang des 19. Jahrhunderts an der Marburger Universität Rechtswissenschaften.
Wer war Elisabeth von Thüringen?
Elisabeth von Thüringen ist eine ungarische Königstochter, die mit mit Ludwig IV., dem Landgrafen von Thüringen, verheiratet war. Nach dem frühen Tod ihres Mannes ließ sich Elisabeth in Marburg nieder, wo sie 1228 ein Hospital gründete und sich intensiv um Kranke und Bedürftige kümmerte. Mit nur 24 Jahren verstarb die junge Frau 1231. Bereits vier Jahre später wurde sie heiliggesprochen und ihr Grab entwickelte sich rasch zu einem bedeutenden Wallfahrtsort. Elisabeth von Thüringen ist daher die bekannteste Persönlichkeit des mittelalterlichen Marburg.
Wie gelange ich nach Marburg?
Anreise mit dem Auto
Anfahrt: Je nachdem, aus welcher Richtung du kommst, erreichst du die Marburg Sehenswürdigkeiten über die Autobahnen A5 oder A49. Die Marburg Altstadt ist außerdem über die Bundesstraßen B3 und B62 erreichbar.
Parken: Folge am besten dem Parkleitsystem, um einen Parkplatz oder ein Parkhaus zu finden.
Anreise mit der Bahn
Zu den Marburg Sehenswürdigkeiten gelangt man auch sehr gut mit der Bahn. Der Bahnhof von Marburg ist mit der Regionalbahn erreichbar. Vom Bahnhof aus kommt man dann entweder zu Fuß oder mit dem Bus in die Marburg Altstadt.
Anreise mit dem Flugzeug
Für Besucher, die gerne mit dem Flugzeug zur Marburg Altstadt anreisen möchten, bietet sich der Flughafen in Frankfurt am Main an. Von dort aus erreichst du die Marburg Sehenswürdigkeiten mit einem Mietwagen oder den öffentlichen Verkehrsmitteln.
Anreise mit dem Fahrrad
Die Marburg Sehenswürdigkeiten lassen sich aber auch prima mit dem Fahrrad erreichen. Hierfür bietet sich der Lahnradweg an, der an Marburg vorbeiführt. Wir verbinden auf diese Art und Weise ganz sportlich einen mehrtägigen Fahrradausflug mit einem Städtetrip.

Marburg Sehenswürdigkeiten
Marburg besitzt wirklich viel Sehenswertes. Dabei lassen sich sämtliche Marburg Sehenswürdigkeiten gut zu Fuß entdecken. Wer möchte, kann an einer Stadtführung teilnehmen (dazu folgen später noch weitere Infos). Wir besorgen uns in der Tourist Information einen Stadtplan und gehen anschließend in der Marburg Altstadt selber auf Entdeckungstour. Diese Highlights unserer Besichtigungstour können wir empfehlen:
Aufzug zur Oberstadt
Während unseres Stadtrundgangs durch die Marburg Altstadt sammeln wir ordentlich Höhenmeter. Denn von der Unterstadt über die Oberstadt bis hinauf zum Schloss gilt es, so einige Etagen zu absolvieren. Schon die Brüder Grimm bemerkten treffend:
„Mehr Treppen auf den Straßen als in den Häusern.“
Quelle: Brüder Grimm
Wer sich hier einige Mühen ersparen will, der nutzt ganz einfach den Aufzug. Denn mitten in der Altstadt verbindet ein Aufzug die Unterstadt mit der Oberstadt. Warum auch nicht? Schließlich haben schon die Einwohner von Lissabon eindrucksvoll bewiesen, wie praktisch das doch ist. Aus eigener Erfahrung kann ich übrigens bestätigen, dass in diesem Aufzug ausreichend Platz ist, um sogar Fahrräder nach oben zu befördern.

Marktplatz mit Rathaus
Unser Hotel befindet sich direkt am Marktplatz, dem Herzstück der Marburger Altstadt. Daher starten wir von hier aus mit unserem Erkundungsgang der Marburg Sehenswürdigkeiten. Der Marktplatz ist ein Traum an gut erhaltenen Fachwerkhäusern. Aber auch Marburgs ältestes noch erhaltenes steinernes Wohnhaus befindet sich hier.
Doch ein besonderer Blickfang ist das Marburger Rathaus. Es wurde im 16. Jahrhundert aus Sandstein erbaut. Mit seinem Treppenturm und der astronomischen Rathausuhr vereint das Gebäude die Baustile der Spätgotik und Renaissance. Übrigens waren im Mittelalter im Unter- und Erdgeschoss Verkaufshallen untergebracht und nur die oberen Etagen dienten dem Magistrat.

Inmitten des Marktplatzes steht der Marktbrunnen mit dem heiligen Georg als Drachentöter. Und kannst du die Bronzestatue links vom Rathaus entdecken? Sie zeigt Sophie von Brabant mit ihrem Sohn Heinrich. Sophie war die Tochter der heiligen Elisabeth von Thüringen und soll 1248 ihren Sohn Heinrich zum Landgrafen ausgerufen haben. Dieses Ereignis gilt als Gründungsakt des Landes Hessen.
Tipp:
Auf dem Marktplatz findet jeden Samstag von 10 bis 17 Uhr der Wochenmarkt statt.
Romantikmuseum
Bevor du deinen Stadtrundgang fortsetzt, betrachte doch am Marktplatz noch das Marburger Haus der Romantik. Das ehemalige Bürgerhaus sieht nicht nur romantisch aus, sondern beherbergt auch das Museum zur Kulturgeschichte der Romantik. Die Ausstellung befasst sich mit der Epoche der Frühromantik und stellt das Leben und die Werke der hier lebenden Romantiker vor. Im Roten Salon kannst du die Biedermeiermöbel aus dieser Zeit bewundern. Auch wenn dich das Thema eventuell nicht interessiert und du das Museum nicht besuchen möchtest, so lohnt sich zumindest ein Blick auf das sehenswerte Gebäude.
Marburger Haus der Romantik
Markt 16
35037 Marburg
www.romantikmuseum-marburg.de
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag
11:00 – 13:00 Uhr und 14:00 – 17:00 Uhr
Wasserscheide
Vom Marktplatz aus geht es nun durch die malerischen Gassen bis zur Wasserscheide. Hier wurde früher das gebrauchte Wasser und das saubere Regenwasser getrennt in unterschiedliche Richtungen geleitet. Die Wasserscheide wird markiert von der Bronzestatue „Christian“. Er war der letzte Marburger Dienstmann. In der Nähe befindet sich ein Trinkwasserbrunnen, von wo aus früher das Wasser auf die unterhalb liegenden Brunnen verteilt wurde.

Elisabethkirche
Die Elisabethkirche gehört zu den bedeutendsten Marburg Sehenswürdigkeiten. Ihr Bau begann 1235 und wurde direkt über dem Grab der heiliggesprochen Elisabeth von Thüringen errichtet. Ein klein wenig erinnert sie mich an eine französische Kathedrale. Die Türme der ältesten rein gotischen Hallenkirche Deutschlands sieht man schon von Weitem.


Im Inneren lohnen sich besonders die farbintensiven Glasfenster sowie der Elisabethschrein. Auch die Grablege der hessischen Landgrafen befindet sich hier. Übrigens ist auch der ehemalige Reichspräsident Paul von Hindenburg in der Elisabethkirche beigesetzt. Wir bewundern in der dreischiffigen Basilika außerdem noch den Elisabethaltar.
An der Stelle der heutigen Elisabethkirche stand ursprünglich das von Elisabeth gegründete Hospital. Dieses musste dem Bau der Basilika weichen und wurde in der Nähe neu errichtet. Betrieben wurde es nach Elisabeths Tod vom Deutschen Orden. Heute sind von dem Hospital nur noch Reste der Hospitalkapelle erhalten geblieben.
Tipp:
Bevor du dich auf den Weg zu den weiteren Marburg Sehenswürdigkeiten begibst, schau dir doch noch das Deutsche Haus in der Nachbarschaft an. Es war das ursprüngliche Wohnhaus des Deutschen Ordens in Marburg und ist mit seinen Treppengiebeln und den Erkern hübsch anzusehen.

Alter Botanischer Garten
Von der Elisabethkirche ist es nur ein Katzensprung bis zum Alten Botanischen Garten. Seit 200 Jahren befindet sich die grüne Oase der Universität an dieser Stelle und bietet nicht nur den Universitätsangehörigen und Studenten einen Rückzugsort. Er ist auch für Besucher offen zugänglich. Wenn du magst, spaziere ruhig durch den Park mit seinem alten Baumbestand, Gewächshäusern und dem Schmetterlingshaus. Angrenzend am Alten Botanischen Garten befindet sich die Neue Universitätsbibliothek Marburg.
Alte Universität
Eine der bedeutendsten Marburg Sehenswürdigkeiten ist die Alte Universität. 1527 wurde sie gegründet und ist die älteste protestantische Universität der Welt. Bekannte Persönlichkeiten, wie die Brüder Grimm, haben im Laufe der Zeit an dieser Universität studiert.
Untergebracht ist die Alte Universität in den Räumlichkeiten des ehemaligen Dominikanerklosters aus dem 13. Jahrhundert. Beim Anblick des beeindruckenden Gebäudes, habe ich das Gefühl, mich in der Harry-Potter-Welt zu befinden und vor mir Hogwarts zu sehen. Der neugotische Bau ist wirklich sehenswert und prägt das Stadtbild.

Wir werden Zeuge, wie Studenten gerade ihren Abschluss feiern. Herausgeputzt in hübschen Ballkleidern und schicken Anzügen posieren die jungen Leute stolz vor den Kameras. Die Übergabe der Urkunden fand in der Alten Aula statt. Der wandgetäfelte Saal mit Kronleuchter und Eichenholzgestühl wird bis heute für feierliche Anlässe genutzt. Du kannst ihn im Rahmen einer Führung besichtigen.
Übrigens besitzt die Universität einen Studentenkarzer. Hier mussten zur damaligen Zeit Studenten bei Verstößen ihren Arrest absitzen. Dies galt für Delikte wie nächtliche Ruhestörung oder andere Verstöße gegen die öffentliche Ordnung. Diese Bestrafung ist den heute feiernden Studenten erspart geblieben, denn der Karzer wurde nur bis 1914 genutzt. Während der Arrestzeit bemalten die Studenten die Karzerwände. Die Zeichnungen können noch heute bewundert werden. In Heidelberg konnten wir auch bereits einen solchen Studentenkarzer besichtigen.
Im Universitätsmuseum erfährst du mehr über die Geschichte der Philipps-Universität. Hier werden Exponate aus fast 500 Jahren Wissenschaftsgeschichte gezeigt. Ausgestellt werden alte Handschriften und Sammlungen berühmter Gelehrter. Außerdem erhältst du einen Einblick in den Alltag der Studenten vergangener Jahrhunderte.

Universitätskirche
Besonders sehenswert ist auch die Universitätskirche, die direkt angeschlossen ist und auf dem einzig naturbelassenen Felsen der Stadt thront. Sie wurde Anfang des 14. Jahrhunderts als Klosterkirche geweiht. Nach der Säkularisation des Klosters ging die Kirche in den Besitz der damals neu gegründeten Universität über. Sie diente zeitweise als Kornspeicher, wurde jedoch 1658 wieder zur Kirche umgestaltet. Wirf unbedingt mal einen Blick in den Innenraum der zweischiffigen Hallenkirche und betrachte die bemalten Säulen und die Emporen. Der Altar in der Mitte stammt noch aus der Gründungszeit von 1303.
Sankt Johannes Evangelist (Kugelkirche)
Für uns geht es wieder durch die verwinkelten Gassen der Oberstadt. Dabei entdecken wir lauter süße Fachwerkhäuser. Auch an der sogenannten Kugelkirche kommen wir vorbei. Die Kirche Sankt Johannes Evangelist (wie sie offiziell heißt) wurde Anfang des 16. Jahrhunderts erbaut. Ihren ulkigen Namen trägt sie, weil sie zum ehemaligen Kloster der Kugelherren gehörte. Die Brüder trugen als Kopfbedeckung eine Mütze mit langem Zipfel, die „Gugel“ genannt wurde.
Als das Kloster aufgelöst wurde, ging auch die Kirche in die Besitztümer der Universität über und wurde als Aula und Hörsaal genutzt. Seit 1827 wird sie aber wieder als Pfarrkirche benutzt. Im Innern ist das Gewölbe mit einer hübschen floralen Malerei verziert.

Lutherische Pfarrkirche St. Marien
Nicht weit entfernt erreichen wir auch schon die nächste der Marburg Sehenswürdigkeiten. Die Lutherische Pfarrkirche St. Marien befindet sich auf einer hohen Terrasse zwischen Burg und Stadt. Die dreischiffige Kirche wurde im gotischen Stil errichtet und ist die älteste Pfarrkirche in Marburg. Ein markantes Merkmal ist ihr Kirchturm, dessen hölzerne Turmspitze sich im Laufe der Zeit durch Wind und Wetter verzogen hat. Ganz in der Nähe steht das ehemalige Beinhaus (Kerner).
Tipp:
Vom Kirchhof aus erhältst du einen stimmungsvollen Blick über die Dächer der Marburg Altstadt.
Über die Zwingli Treppe, die nach dem Züricher Reformator benannt wurde, gelangen wir schließlich hinauf zum Landgrafenschloss.

Landgrafenschloss Marburg
Hoch über den Dächern der Marburg Altstadt erhebt sich das Landgrafenschloss, eine der wichtigsten historischen Marburg Sehenswürdigkeiten. Es ist weithin sichtbar, wie es majestätisch auf dem Schlossberg thront. Der Weg hinauf ist zwar etwas steil, aber wer den Aufstieg wagt, wird doppelt belohnt: Zum einen mit einer Zeitreise durch fast 1.000 Jahre Geschichte, zum anderen mit einer grandiosen Aussicht über die Altstadt und das Lahntal. Ursprünglich wurde an dieser Stelle im 10. Jahrhundert eine Burg errichtet, die als Grenzfestung diente. Im 13. Jahrhundert wurde die Burg zur stattlichen Residenz der Landgrafen ausgebaut.

Besonders bedeutsam war das Marburger Schloss im Jahr 1529: Damals fand hier das berühmte „Marburger Religionsgespräch“ zwischen Martin Luther und Ulrich Zwingli statt. Es sollte eine Einigung zwischen den Reformatoren Deutschlands und der Schweiz herbeigeführt werden. Dies ist allerdings an der Frage des Abendmahls gescheitert.
Wir umrunden den Gebäudekomplex, der wirklich beeindruckend ist. Neben weitläufigen Mauern, dem Hexenturm und der 1288 geweihten Schlosskapelle fällt auch besonders die Rentkammer sowie der Wilhelmsbau ins Auge. Im Innern ist vor allem der gotische Fürstensaal sehenswert, der zu den größten gotischen Sälen in Mitteleuropa zählt. Das Schloss beherbergt außerdem das Universitätsmuseum für Kunst und Kulturgeschichte. Kunstwerke und archäologische Funde aus Marburg und Umgebung veranschaulichen die Stadtgeschichte.

Tipp:
Zu guter Letzt lohnt sich auch ein Blick in den großen Schlosshof, der heute oft für Veranstaltungen genutzt wird. Oder du genießt ein wenig Zeit der Ruhe im angrenzenden Schlosspark, Marburgs größter Parkanlage mit Rosengarten.
Mittelalterliche Synagoge
Nachdem wir das Marburger Schloss ausgiebig bestaunt und die wundervolle Aussicht genossen haben, begeben wir uns wieder hinab zur Altstadt. Vorbei geht es an der ehemaligen Landgraeflichen Kanzlei und über die Schlosstreppe hinunter bis zur mittelalterlichen Synagoge. Sie wurde im 13. Jahrhundert erstmals erwähnt und 1452 abgebrochen. Die verbliebenen Reste kannst du heute oberhalb des Marktplatzes besichtigen. Sie liegen freigegraben unter einem Glaskubus. Nur wenige Meter daneben befindet sich übrigens ein Brunnen, der ebenfalls zur damaligen Zeit bestand und gemeinsam mit der Synagoge bei Ausgrabungen wiederentdeckt wurde.

Grimm-Dich-Pfad
Nein, hier liegt kein Schreibfehler vor und es handelt sich nicht um einen Trimm-Dich-Pfad. Obwohl man das bei den vielen Treppenstufen durchaus meinen könnte. Aber es geht wirklich um einen Pfad, der sich mit den Märchen der Brüder Grimm beschäftigt. Halte bei deinem Rundgang durch die Marburg Altstadt Ausschau nach Zitaten der Brüder Grimm oder Märchenmotiven, wie zum Beispiel dem Froschkönig, Schneewittchen oder das tapfere Schneiderlein. Sie sind in der Oberstadt immer wieder zu finden. Na, kannst du alle Märchen identifizieren?

Tipp:
Am Lebkuchenhaus von Hänsel und Gretel befindet sich ein Märchenspielplatz. Er liegt etwas unterhalb von der Lutherischen Pfarrkirche.
Und wenn du wissen möchtest, wo Jacob Grimm einst gewohnt hat, dann begib dich zur Barfüßerstraße 35. In dem über 400 Jahre alten Fachwerkhaus lebte er 1802 in einem Zimmer unter dem Dach. Ein Jahr später suchten er und sein Bruder eine neue gemeinsame Bleibe.
Weitere Marburg Sehenswürdigkeiten
Kilianskapelle
Das älteste erhaltene Gebäude der Kernstadt ist die Kilianskapelle. Die romanische Marktkapelle wurde etwa 1180-1200 errichtet und befindet sich in der Nähe der Alten Universität. Im Laufe der Zeit diente sie unterschiedlichen Zwecken, so wurde sie als Aubewahrungsort für die Waage, als Zunftstube der Schuhmacher, als Backhaus und sogar als Schweinestall genutzt. Es war in der Kilianskapelle aber auch eine Schule und Waisenhaus sowie die Stadtpolizei untergebracht. Heute dient das Gebäude als Studentenunterkünfte.
Weidenhausen
Die Marburg Altstadt ist wirklich sehr beeindruckend. Doch auch ein Spaziergang entlang der Lahn lohnt sich. Wer mag, kann auf dem Wasser Tretboot fahren. Eine steinerne Brücke führt zudem in die idyllische Vorstadt Weidenhausen. Hier geht es zwar etwas beschaulicher zu, aber die historischen Gassen sind ebenfalls sehenswert. Sie sind gesäumt von hübschen Fachwerkhäusern mit Holzschnitzereien. Zwischen den Häusern befinden sich zahlreiche Innenhöfe, die während des Höfefests besichtigt werden können. Weidenhausen ist übrigens Marburgs zweitältester Stadtteil.
Kaiser-Wilhelm-Turm
Vielleicht hast du ihn auf deinem Rundgang durch die Marburg Altstadt bereits gesehen: den Kaiser-Wilhelm-Turm, der hoch oben auf Marburgs höchstem Punkt thront. Ende des 19. Jahrhunderts wurde der 36 Meter hohe Spiegelslustturm (wie er auch genannt wird) im Wald errichtet. Du kannst ihn besteigen und einen Rund-um-Blick über Marburg genießen.
Bismarckturm
Einen weiteren Aussichtspunkt bietet der Bismarckturm. Der aus rotem Sandstein bestehende Turm wurde 1904 auf Anregung der Marburger Studentenschaft gebaut. Am oberen Teil kann man das Familienwappen der Familie von Bismarck sehen.


Weitere Ausflugsmöglichkeiten in Hessen
Limburg an der Lahn: Limburg zählt für mich zu den schönsten Städten in Deutschland. Ich zeige dir, welche Sehenswürdigkeiten es in der Bischofsstadt Limburg an der Lahn zu bewundern gibt. Erfahre mehr über die Stadt, in der Schinderhannes gefangen gehalten wurde. Außerdem verrate ich dir, was Limburg mit Köln zu tun hatte und was das Limburger Maß ist.
Wetzlar: Da, wo sich das sanfte Lahntal durch grüne Hügel schlängelt und Fachwerkromantik auf Industriegeschichte trifft, entdeckten wir die Altstadt von Wetzlar. Ich verrate dir, welche interessanten Sehenswürdigkeiten bei unserem Städtetrip auf uns warteten, allem voran das Lottehaus sowie das Jerusalemhaus (beides wichtige Stationen für die Entstehung des Werkes „Die Leiden des jungen Werthers“).
Museen in Marburg
Marburg besitzt nicht nur etliche schöne Sehenswürdigkeiten, sondern bietet auch ein großes Angebot an Kunst und Kultur. Einiges davon habe ich dir bereits vorgestellt. Doch in Marburg warten noch weitere interessante Museen auf deinen Besuch. Die lohnen sich nicht nur bei schlechtem Wetter:
- Museum für Kunst und Kulturgeschichte
- Haus der Romantik
- Polizeioldtimer-Museum
- Kunstmuseum
- Mineralogisches Museum
- Museum für bildende Kunst
- Marburger Kunstverein

Marburg Stadtführungen
Du möchtest die Marburg Sehenswürdigkeiten gerne bei einer Stadtführung kennenlernen? Kein Problem! Die Stadt bietet verschiedene Führungen an, wie zum Beispiel einen Altstadtrundgang, eine Führung durch die Kasematten oder eine Nachtwächtertour. Nähere Infos dazu findest du auf der Homepage der Tourist Information. Dort hast du auch die Möglichkeit, dich für eine der Stadtführungen anzumelden.
Veranstaltungen in Marburg
Es lohnt sich das ganze Jahr über, die Marburg Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. Doch wie wäre es, wenn du deinen Besuch mit einem der folgenden Veranstaltungen verbindest, die regelmäßig in Marburg stattfinden?
- 3 Tage Marburg
An jedem zweiten Juli-Wochenende findet das Marburger Stadtfest statt. Dabei gibt es zahlreiche Attraktionen, einen verkaufsoffenen Sonntag und ein Höhenfeuerwerk. - Elisabethmarkt
Der bekannte Elisabethmarkt findet an jedem zweiten Wochenende im Oktober statt. Begleitet von Musik gibt es zahlreiche Marktstände und eine Innenstadtkirmes. - Maieinsingen
Während andere am 30. April in den Mai tanzen, wird in Marburg der Mai mit lautem Gesang begrüßt. - Marburger b(u)y Night
Der November ist dunkel und trist? Nicht am letzten Freitag im November, denn dann erstrahlen viele Plätze, Gebäude und Sehenswürdigkeiten in einem bunten Glanz zahlreicher Licht- und Videoinstallationen. - Marburger Frühling
Im Frühling verwandelt sich die Stadt beim „Marburger Frühling“ in eine bunte Blumenstadt. Für Unterhaltung sorgen Akrobaten, Komiker und Musiker. - Mittelaltermarkt
Das Landgrafenschloss ist Ende August fest in den Händen von Gauklern, Spielleuten, Rittern und mittelalterlichen Handwerkern. Denn dann findet ein Mittelaltermarkt statt. - Weidenhäuser Höfefest
Einmal im Jahr öffnen die Weidenhäuser beim Höfefest ihre Innen- und Hinterhöfe für Besucher. Dann kannst du dich bei Musik zudem bewirten lassen. - Weihnachtsmärkte
Zur Weihnachtszeit gibt es in Marburg zwei Weihnachtsmärkte: auf dem Marktplatz der Marburger Oberstadt und rund um die Elisabethkirche.
Lohnen sich die Marburg Sehenswürdigkeiten?
Kleine Gassen mit Kopfsteinpflaster, Fachwerkidylle wie aus dem Bilderbuch, dazu ein Schloss mit Aussicht und jede Menge Geschichte: Die Marburg Sehenswürdigkeiten lohnen sich definitiv. Die Stadt verbindet studentisches Leben mit mittelalterlichem Flair und ist dabei kompakt genug, um auch an einem Wochenende entdeckt zu werden. Wer gerne zu Fuß unterwegs ist, wird die Wege durch die Oberstadt lieben. Für alle anderen gibt’s immerhin den Aufzug.
Warst du schon mal in Marburg? Welche Sehenswürdigkeit hat dir am besten gefallen? Oder fehlt deiner Meinung nach unbedingt etwas in der Liste? Teile es uns gerne unten in den Kommentaren mit.
(Besichtigt im Juli 2025)

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Weitere Inspirationen für schöne Städtereisen
Rovinj: Rovinj gehört für mich zu den charmantesten Städten an der kroatischen Adriaküste. Die Mischung aus venezianischer Architektur, mediterranem Flair und dem Glitzern der Adria macht jeden Spaziergang durch die Altstadt von Rovinj zu einem kleinen Erlebnis. Ich zeige dir die schönsten Rovinj Sehenswürdigkeiten: Vom ersten modernen Hotel der Stadt über eine Gasse, die sich in eine Freiluftgalerie verwandelt, bis hin zu einem geheimnisvollen Sarkophag, der einst an der Küste angespült wurde.
Osnabrück: Mittelalterliche Fachwerkhäuser, ein imposanter Dom, prächtige Adelshöfe und sogar ein Schloss: die Altstadt von Osnabrück überrascht mit einer bemerkenswerten Vielfalt. Noch heute erzählen zahlreiche Sehenswürdigkeiten von der bewegten Vergangenheit dieser geschichtsträchtigen Stadt, die als Friedensstadt überregionale Bedeutung erlangt hat. Begib dich mit mir auf eine Entdeckungstour durch Osnabrück und erfahre, warum der „Hexengang“ nichts mit Hexen zu tun hat, welcher weltberühmte Schriftsteller hier geboren wurde und wie in Osnabrück einst Weltgeschichte geschrieben wurde.
Lille: Lille besitzt eine wirklich beeindruckende Altstadt, die sich absolut für einen Städtetrip lohnt: die alte Börse, der Belfried oder das Geburtshaus von Charles de Gaulle sind nur einige der Lille Sehenswürdigkeiten, die dich in der nordfranzösischen Stadt erwarten. Erfahre, wo das höchste Gebäude von Lille steht, was die Stadt der Gräfin von Flandern zu verdanken hat und welche kulinarischen Spezialitäten du in Lille genießen kannst.
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