Durch den Oefter Wald wandern – idyllische Runde im Essener Süden

Im Essener Süden in NRW liegt das idyllische Naturschutzgebiet Oefter Tal. Wir werden heute nicht nur durch den Oefter Wald wandern, sondern auch an Feldern und Wiesen entlang marschieren und viele kleine Bachläufe überqueren. Der Wanderweg durch das Ofter Bachtal bietet viel Abwechslung und verläuft durch eine romantisch verwilderte Natur. Es erwarten uns zudem fliegende Bälle und eine kleine Mutprobe.

Durch den Oefter Wald wandern

Oefter Wald wandern
Es geht durch das Naturschutzgebiet Oefter Tal.

Es geht diesmal durch das schöne Naturschutzgebiet Oefter Tal. Dabei wandern wir sowohl auf Waldwegen als auch auf asphaltierten Wegen. Im Waldgebiet geht es manchmal ganz schön hügelig zu, daher solltest du auch eine gewisse Trittsicherheit besitzen. Besondere technische Kenntnisse sind aber nicht notwendig. Immer wieder kannst du zwischendurch einen fantastischen Ausblick auf die großartige Landschaft genießen.

Wie gelange ich zum Naturschutzgebiet Oefter Tal?

Anfahrt: Um zum Oefter Wald zu gelangen, fährst du die Autobahn A52 (Ausfahrt Kreuz Breitscheid), dann auf Kölner Straße B1 den Schildern nach Mülheim a.d.R/Breitscheid-Nord folgen. Anschließend Richtung Essen-Kettwig bis auf Werdener Straße fahren. Dort scharf nach rechts auf Charlottenhofstraße abbiegen und der Straße weiter folgen.
Parken: Parkplatz an der Jugendbildungsstätte St. Altfrid
Adresse für Navigationsgerät: Charlottenhofstraße 61, 45219 Essen

Diese Highlights erwarten dich auf dem Rundweg

Start am Charlottenhof

Unsere Wanderroute beginnt am Charlottenhof, einer ehemaligen Unternehmervilla. Dieser schlossähnliche Bau wurde in den 1920er Jahren errichtet und beherbergt heute die Jugendbildungsstätte St. Alfried.

Charlottenhof Essen
Ehemalige Unternehmensvilla Charlottenhof

In unmittelbarer Nähe betreten wir dann den Wald, der hier wohl auch sehr gerne als Mountainbike Park genutzt wird. Zumindest gibt es hier viele Hügel und Kuhlen, an denen Drops und Sprünge geübt werden können. Auch einige aus Holz gebaute Fahrradrampen stehen hier zur Verfügung. Da hier heute keine Mountainbiker unterwegs sind, nutzen wir die Herausforderung und erwandern uns die hügelige Landschaft. Auf diese Art und Weise kommt man auch auf seine Höhenmeter.

Aussicht auf die Ruhr und Kettwig

Doch natürlich verläuft die Wanderroute auch ohne künstliche Hügel allmählich aufwärts. Oben angekommen erhalten wir einen sehr guten Ausblick auf die Ruhr und das dahinter liegende Kettwig. In der Ferne können wir sogar Schloss Oefte sehen, das allerdings zum Golfclub Oefte gehört und daher nicht öffentlich zugänglich ist.

Oefter Tal
Ausblick auf Kettwig

Sehr steiler schmaler Weg abwärts – sind wir auf einem MTB-Trail?

Nun folgt ein etwas abenteuerlicher Part. Es geht mit uns bergab und zwar recht steil und vor allem auf einem recht schmalen Pfad. Hier solltest du wirklich trittsicher sein und unbedingt festes Schuhwerk tragen. Wie sich nachher herausstellt, handelt es sich hierbei auch eher um einen Singletrail für Mountainbiker. Doch auch hier begegnen uns keine Radfahrer. Ist heute kein Fahrradwetter oder schlafen die alle noch? Na, jedenfalls hangeln wir uns recht sportlich den Pfad hinab und erreichen schließlich wieder den normalen Wanderweg.

Magnolienzauber am Hessenhof

Als nächstes erreichen wir den Hessenhof. Dort fällt uns ein zauberhaft blühender Magnolienbaum vor dem Fachwerkhaus ins Auge. Übrigens setzen sich die Landwirte des Hessenhofes für Umweltschutz ein und legen zum Beispiel Bienenweiden an, um den Insekten einen Lebensraum zu schaffen. Wenn du dieses Projekt gerne unterstützen möchtest, findest du auf deren Facebook-Seite weitere Infos dazu.

Hessenhof
Zauberhafte Magnolie vor dem Hessenhof

Achtung, fliegende Bälle

Es geht vorbei an grünen Feldern und schon bald heißt es: Aufpassen, hier fliegen Bälle! Der Weg verläuft nämlich direkt am Golfplatz Oefte vorbei und daher solltest du in Deckung gehen, falls du den Ausruf „Fore!“ hörst. Wir passieren allerdings völlig unbeschadet den Golfplatz. Es ist wohl bestens bekannt, dass hier regelmäßig Wanderer vorbeikommen. Daher warten die Herrschaften mit ihrem Abschlag ganz freundlich, bis wir vorbeigegangen sind.

Nachdem wir den Golfplatz hinter uns gelassen haben, überqueren wir wenig später den Oefter Bach und kommen an einem weiteren schmucken Bauernhof vorbei. Danach führt uns der Weg in den Wald hinein. Hier begegnen uns einige Reiter auf ihren Pferden, die das schöne Wetter für einen Ausritt nutzen.

Oefter Wald wandern
Vorbei geht’s an einem schmucken Fachwerkhaus.

Tipp
Wenn du magst, dann unternimm einen kleinen Abstecher zur Ruine der Zeche Rudolph, einem ehemaligen Steinkohlebergwerk. Dieser Lost Place liegt ca. 250 m den Hang hinauf.

Schleife durch romantisch verwilderte Natur

An der nächsten Brücke, die du erreichst, kannst du wählen: Entweder du nimmst den direkten Weg über die Brücke oder du legst wie wir noch eine kleine Schleife ein. Wir finden, dass sich dieser Umweg von rund einem Kilometer lohnt, denn es geht durch ein idyllisch verwildertes Stück Natur. Der schmale Waldweg führt uns über kleine Bäche und dann recht steil hinauf, durchzogen von Wurzelwerk. Über eine Spitzkehre gelangen wir anschließend ebenso steil wieder hinab und erreichen den Oefter Bach. Dort legen wir eine kleine Verschnaufpause inmitten des romantischen Naturschutzgebiets Oefter Tal ein, immerhin haben wir jetzt ungefähr die Hälfte unserer Wanderstrecke bereits geschafft.

Mutprobe gefällig?

Gestärkt folgen wir dem Oefter Bach, bis uns eine Mutprobe erwartet. Wir müssen über eine kleine improvisierte Holzbrücke gehen. Sie sieht für meine Begriffe nicht gerade vertrauenserweckend aus. Eher so, als ob sie jeden Moment zusammenbricht. Doch zum Glück hält sie, was sie verspricht und so gelangen wir trockenen Fußes hinüber. Unsere Wander-Schleife endet schließlich wieder am ursprünglichen Wanderweg. Diesmal geht es über eine ordentlich ausgebaute Brücke über den Oefter Bach.

Oefter Wald wandern
Die Brücke hält mehr als man ihr zutrauen würde.

Durch das Römerstal

Und so können wir weiter durch den hügeligen Oefter Wald wandern, vorbei an einem treppenartigen Bachlauf und hinauf zu einem Stauteich. Wir marschieren vorbei an satten grünen Wiesen und erreichen den Pferdehof Gut Römersheide. Dort findest du einen Verkaufsstand, an dem dir Honig und Eier zum Verkauf bereitstehen, ja sogar Forellen werden angeboten. Nun ja, einen Fisch wollen wir uns jetzt mal lieber nicht in den Rucksack stecken. Also ziehen wir weiter, vorbei an Pferdekoppeln und erhalten einen gigantischen Blick auf das Römerstal. Das belegt übrigens ein Schild mit Römerkopf, das am Wegesrand aufgestellt ist.

Gut Römersheide
Gut Römersheide

Die Wanderroute verläuft weiter durch Felder und Wiesen. Immer wieder geht es für uns rauf und runter mit wundervollem Blick auf das Oefter Tal. Aber auch Waldstücke sind immer wieder dabei, die ebenfalls hügelig verlaufen. An einer Stelle befindet sich sogar ein Seilgeländer. Das wirkt schon fast bizarr, aber wem der Auf- bzw. Abstieg an dieser Stelle zu steil ist, der kann sich damit sicherlich gut behelfen.

Schließlich erreichen wir wieder einen Pferdehof, den Carolinenhof, und wir kreuzen sogar den Kettwiger Panoramasteig. Und dann befinden wir uns auch schon auf der Schlussetappe. Der Weg wechselt sich noch einmal zwischen Wald und einem kurzen Stück Feldweg ab. Das letzte Stück dürfen wir dann aber wieder durch den hügeligen Wald laufen, in dem wir auch gestartet sind.

Oefter Tal
Weiter Blick auf das Römerstal

Mein Fazit zur Wanderung durch das Oefter Bachtal

Die Wanderung durch das Naturschutzgebiet Oefter Tal bietet wirklich eine wundervolle Abwechslung zwischen bezaubernder Landschaft mit tollen Ausblicken auf das Tal und herrlichen Wäldern. Wir haben die anspruchsvollen Passagen dieser Route und die idyllische Natur jedenfalls sehr genossen. Unterwegs sind uns recht wenige Reiter auf ihren Pferden und wirklich nur sehr vereinzelt mal Mountainbiker begegnet.

Info
Länge: Unsere Wandertour ist etwa 9,9 km lang und dauert ungefähr 2,5 Stunden reine Gehzeit.
Höhenmeter: Der Weg besitzt circa 170 Höhenmeter.
Schwierigkeit: mittelschwer

Alle Details zu unserer Wanderung kannst du dir auf www.komoot.de ansehen und herunterladen.

Weitere schöne Wanderungen in der Umgebung

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Wie hat dir die Wandertour durch das Naturschutzgebiet Oefter Tal gefallen? Liebst du es auch so, dich in der freien Natur zu bewegen? Darf es für dich dann auch mal etwas abenteuerlicher zugehen oder bevorzugst du lieber ausgebaute Waldwege? Ich freue mich über deine Meinung. Bitte hinterlasse dein Feedback unten als Kommentar. Vielen Dank.

Neben dem Wandern unternehmen wir auch total gerne Stadtbesichtigungen. So haben wir zum Beispiel im mittelalterlichen Hilpoltstein viele wunderschöne Fachwerkhäuser und die Ruine der ehemaligen bedeutenden Reichsburg bewundern können.

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