Unterwegs auf dem Rheinradweg – von Mainz bis nach Kaarst in 2 Tagen

Der Rheinradweg ist ein europäischer Radfernweg, der über 1.230 km von Andermatt in der Schweiz bis nach Hoek van Holland in den Niederlanden führt. Er trägt auch die Bezeichnung Eurovelo 15. In zwei Tagen ist mein Mann die Etappe von Mainz bis nach Kaarst auf dem Rheinradweg geradelt, insgesamt 266 km lang. Über seine Erlebnisse und Erfahrungen während dieser Radtour berichtet er dir sehr gerne:

Wie es zur Radtour auf dem Rheinradweg kam

Rheinradweg
Der Rheinradweg bietet schöne Ausblicke, wie hier auf die Ruine Ehrenfels

„Ach, da fahr ich einfach mit dem Rad heim…“ – Auch wenn man es bei der Menge der Beiträge glauben könnte, nicht alle Reisen und Kurztrips machen meine Frau und ich gemeinsam. Vor Corona hat mich der Job häufiger in verschiedene Ecken der Welt geschickt, da kommt man zwar mal zum Joggen in London oder Paris, aber eigentlich sieht man außer Meeting-Räumen und Flughäfen nicht allzu viel. Ist halt Arbeit und kein Urlaub.

Darüber hinaus gibt es Sportarten, die meine Frau nicht so gerne betreibt wie ich, und dann bekomme ich Zeit und schwinge mich aufs Rad oder mit den Skiern bergab. Eine dieser Gelegenheiten für eine Extratour hat sich im letzten Jahr ergeben. Unsere Tochter wird flügge und hatte schon mehrere Städte für ihr Studium in näherer Betrachtung, darunter auch Mainz. Es wurde schon recht konkret und wir haben begonnen, Termine für Wohnungsbesichtigungen zu machen, als plötzlich doch der erhoffte Platz in einer anderen Stadt zugesagt wurde. Also alles auf Anfang und Annette und ich beschlossen, ein Wochenende in Mainz einzulegen.

Da der Termin in unserem Urlaub lag und ich eh noch ein paar Tage frei hatte – wo will man während Corona auch sonst hin? – kam mir die Idee, die Gelegenheit zu nutzen und eine meiner Bucketlist Items anzugehen. „Über mehrere Tage mit dem Rad eine längere Tour zu fahren. Rad fahren, um Rad zu fahren, abschalten und strampeln.“ Da Mainz am Rhein und Kaarst in der Nähe liegen, bietet sich der Rheinradweg an, man muss ja nur dem Fluss folgen. Verfahren fast ausgeschlossen.

Kurz mit meiner Frau besprochen und absegnen lassen. So kommen also zum normalen Gepäck für unseren Wochenendtrip, das Fahrrad, die Fahrradtaschen mit passenden Klamotten, Helm und etwas Verpflegung für unterwegs ins Auto nach Mainz. Nach dem sehr entspannten Wochenende in Mainz ist es am Montag morgen so weit. Ich sattle auf, um die 266 km nach Hause mit dem Rad zurückzulegen.

Tag 1: Mainz bis Andernach

Einrollen: die ersten Kilometer bis Bingen

Mainz
Meine zweitätige Tour startet ab dem Mainzer Winterhafen

Abfahrt ist nach dem Frühstück, vom Hotel sind es nur wenige Meter bis zur Rheinpromenade. Einmal links abbiegen, dem Wasser folgen und schon befinde ich mich auf dem Rheinradweg. Langsam rolle ich mich am Ufer ein und betrachte nochmal die Sehenswürdigkeiten von Mainz. Nach wenigen Kilometern und der Querung des nicht ganz so ansehnlichen Industriegebiets südlich von Mainz komme ich nach einem großen Kreisverkehr in die Rheinauen und nehme Reisegeschwindigkeit auf.

Mit leichtem Rückenwind findet sich ein guter Rhythmus und ich komme gut voran. Schon bald passiert man Budenheim, sieht am anderen Ufer die Abtei von Eltville, den Ort Oestrich-Winkel und dahinter die Hügel des Rheingau, die ich am Ufer vermeide. Immer leicht bergab und mit Schub von hinten ticken die Kilometer vor sich hin. Ein Rennradfahrer gibt Windschatten und ist wohl etwas genervt, dass er mich trotz Gepäck und Trekkingrad nicht gleich wieder los wird.

Burg Pfalzgrafenstein
Burg Pfalzgrafenstein

Die Temperatur steigt und ich halte kurz an, um die Windweste abzulegen. Nach rund 25 Kilometern sehe ich schon, wie sich das Tal verengt und das Weltkulturerbe Mittleres Rheintal beginnt. Aber da es auch schon auf Mittag zugeht und die Flaschen so langsam leer sind, beschließe ich, in Bingen bei KM 36 einen ersten Stopp einzulegen und den Beinen etwas Ruhe zu geben. Schnell ist ein Café gefunden, die Flaschen aufgefüllt und die Beine hochgelegt.

Beim Umsehen kommt mir die Ecke bekannt vor. Lächelnd fällt mir eine Anekdote ein: Als unsere Tochter noch klein war, sind wir den Rhein mit dem Auto entlang gefahren. Da sie sich selbst ja schon als „Gross“ bezeichnet hatte, wurde ‚natürlich‘ auf den Buggy verzichtet… in Bingen habe ich dann ein schlafendes Kind durch die Stadt geschleppt und wir haben einen Notfallbbuggy gekauft…

Romantisches Tal der Burgen

Mit einem guten Gedanken im Kopf, wie lang das schon her ist (schließlich studiert sie jetzt), steige ich wieder aufs Rad und nehme den nächsten Abschnitt ins enge Rheintal in Angriff. Auf zur Loreley. Kurz nach der Stadtgrenze von Bingen sehe ich rechts den Mäuseturm im Wasser und das Tal ist gesäumt von Burgen.

Eigentlich romantisch und schön, aber leider ist durch den Rhein, die Bundesstraßen und die Bahntrassen rechts und links nur wenig Platz und der Abschnitt eher ein reines Pedalieren auf dem breiten Radweg und schauen, denn ein wirkliches Genießen. Durch Corona (und wie mir einfällt auch einem Eisenbahnerstreik) ist es ruhig auf den Straßen und nur wenige Züge kreischen laut auf den Gleisen an mir vorbei. Ich glaube, im Vollbetrieb ist das nicht ganz so angenehm und die Bewohner tun mir etwas leid.

Loreley Felsen
Der berühmte Loreley Felsen, hier verunglückten schon viele Schiffe

Bacharach, Oberwesel, St.Goar mit dem Loreley Felsen, Kestert und Boppard ziehen vorbei, bis sich bei Lahnstein das Tal wieder weitet und der Blick auf Koblenz frei wird. Wie hat mir das Weltkulturerbe Rheintal gefallen? Hmm, nett aber vom Rheinradweg auf dem Fahrrad aus durch Bahn und Auto beengt und nicht wirklich umwerfend. Zudem trennen die Bahn und die Straße die Dörfer vom Wasser, so dass man nicht durch die Ortschaften fährt und jedes mal über die Straße zu wechseln ist nervig.

Hinzu kommt, dass viele der Gaststätten den Charme der 70er (Draußen nur Kännnchen) verströmen und geschlossen oder zumindest nicht einladend wirken. Statt Kaffee und Kuchen am Ufer, gibt es nach 20 km kurz einen Riegel und frisches Wasser und es geht weiter. Den Rheinsteig zu Fuß oder mit dem MTB könnte ich mir deutlich angenehmer vorstellen, da man so weg vom Verkehr ist und mehr in der Natur.

Bacharach am Rhein
Fahrt durch das Örtchen Bacharach am Rhein

Extrakilometer (freiwillig)

Dadurch, dass ich wenig Zeit mit Sightseeing verbracht habe und etwas Rückenwind hatte, komme ich schneller voran als geplant. Der Radweg ist breit ausgebaut und in gutem Zustand, so dass ich nach weiteren 25 km beschließe, die erste Übernachtung zu planen. Ursprünglich hatte ich daran gedacht, in und um Koblenz die erste Nacht zu verbringen und so insgesamt die Strecke Mainz – Kaarst auf drei Etappen zu verteilen.

Jetzt fühle ich mich jedoch noch gut, der Tag ist noch jung und der Nachmittag lang. Also disponiere ich um, und buche mir ein nettes Hotel in Andernach. In Koblenz gönne ich mir etwas kleines zu Essen und mache am Zusammenfluss von Mosel und Rhein am Deutschen Eck einen Stopp.

100 km in den Beinen, das ist eine gute Strecke, die wir auf dem Rennrad häufiger mal in Angriff nehmen. Leider tritt sich ein Trekkingrad samt Gepäck schwerer und die Zeit auf dem Sattel merkt man auch bei der besten Hose irgendwann, aber was soll’s. Auf geht’s, die finalen Kilometer am Rhein entlang bis Andernach abspulen.

Gegen 17:00 Uhr rolle ich dann endlich durch die Stadtmauer von Andernach und suche mein Hotel. Auf dem Platz vor dem Hotel ist eine Schlagerparty des lokalen Radiosenders und ich beschließe mein Glück aufs Essen an einem anderen Ort zu suchen. Vorspeise, Pizza und etwas Weizen stellen die Energiebilanz wieder her und mich zufrieden. Müde und stolz auf die Kilometer geht’s vorbei am angeketteten Tretesel ins Bett. Ende von Tag 1: 125 km abgehakt.

Résumé zu Tag eins? Radfahren super, Wetter ideal, Strecke OK. 125 km passt.

Tag 2: Andernach bis Kaarst

Andernach am Morgen: Ein großartiges Frühstück in einem kleinen Boutique Hotel mit ausreichend Kaffee belebt die Geister. Schnell ausgecheckt, die Satteltaschen angeklippt, den Rest in den Taschen verstaut, Flaschen dran und los geht’s. Gegen den etwas kühlen Morgen ergänze ich die lange Hose und das Shirt mit Ärmlingen und einer Windweste, so lässt es sich schneller etwas abwerfen und man friert nicht. Ich suche mir wieder den super ausgeschilderten Rheinradweg, remember: „Immer dem Wasser nach“.

In Brohl sprudelt vor der Wasserabfüllanlage ein Brunnen mit Mineralwasser. Original Brohler Wasser in die Flaschen und weiter geht die Fahrt. Eigentlich hatte ich vorgehabt, in Breisig die Rheinseite zu wechseln, verpasse aber die Fähre und beschließe ,doch linksrheinisch zu bleiben, da gegenüber Rhein, Straße und Bahn wieder eng zusammenrutschen und mir diese Seite auch optisch besser gefällt.

Bad Breisig
Es geht weiterhin linksrheinisch lang und durch Bad Breisig hindurch

Nach rund einer Stunde und wenigen Kilometern kommt meine Fahrt zu einem Halt, da vor mir der Weg gesperrt ist. Jetzt fällt mir auch wieder ein, warum ich die Seite wechseln wollte. Hier ist die Mündung der Ahr und vor wenigen Wochen wurde die Gegend ja durch das Hochwasser massiv in Mitleidenschaft gezogen. Kurz das Navi befragt und ich suche mir einen alternativen Weg zu einer Brücke etwas weiter flussaufwärts, die laut Google Maps auch offen ist.

Unterwegs sehe ich deutliche Spuren des Hochwassers, an einer Stelle liegt eine komplette Holzbrücke im Wald, einfach vom Wasser rausgerissen und mitgespült. An der Ahrbrücke sieht es oberflächlich schon wieder ruhig und friedlich aus, lediglich ein Bagger steht noch im Flussbett und schöpft Müll aus dem Lauf.

Wenige Meter weiter sehe ich dann das komplette Ausmaß der Überschwemmungen. In einem Wohngebiet sieht man die Spuren mehr als deutlich. Bis ins erste Stockwerk stand das Wasser, in einem Haus fehlen alle Fenster und Wände des Erdgeschosses. Geschockt und nachdenklich fahre ich weiter und komme über eine Bundesstraße zurück an den Rhein.

Die nächste Station ist Remagen, dort schaue ich mir die Reste der Brücke an, die in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges eine wichtige Rolle gespielt hat. Ein Rentnerpärchen mit E-Bikes hat am gleichen Platz stopp gemacht und wundert sich, warum ich kein E-Bike habe. Anscheinend darf man heute keine längeren Touren mehr ohne elektrische Unterstützung machen.

Brücke von Remagen
In den Brückentürmen befindet sich heute das Friedensmuseum
Brücke von Remagen
Die Reste der ehemaligen Ludendorff-Brücke auf der anderen Rheinseite

Seitenwechsel: von Rheinland-Pfalz nach NRW

Es rollt sich gut den Fluss entlang und ich habe schon einen guten Blick auf den Drachenfels mit seinem Schloss Drachenburg. In Bad Honnef sehe ich die Fähre in meine Richtung den Rhein überqueren und beschließe, einen kleinen Sprint einzulegen und mir die Fahrt durch die Bonner Innenstadt zu ersparen. Etwas außer Atem erreiche ich die Fähre, setze meine Maske auf und tuckere über den Rhein und damit auch von Rheinland-Pfalz nach Nordrhein-Westfalen.

So langsam meldet sich der erste Hunger und auf der Promenade von Königswinter findet sich ein Café mit Außenterrasse und so lege ich gegen 11:00 Uhr einen Stopp ein. Kaffee, Brötchen und Croissant füllen die Zuckerspeicher auf und heben die Geister rasch wieder. Entspannt und gesättigt kann ich daher auf der rechten Rheinseite ohne Innenstadtverkehr an Bonn vorbeiziehen und komme südlich von Bonn zur Siegmündung mit der Siegfähre. Hier bin ich schon mal gewesen auf einem meiner Rennradtrips, damals habe ich unseren Sohn in Siegburg besucht. Kurz überlege ich, bei ihm vorbeizufahren, aber es ist ja Dienstag und er ist in der Schule.

Siegfähre
Die Siegfähre in Troisdorf

Also weiter über die Wiesen und Rheinauen Richtung Köln, der Rhein mäandert und der Radweg folgt ihm in weiten Bögen. Es gibt nicht wirklich viel zu sehen außer Auen, etwas Industrie und Bäumen. Also konzentriert man sich aufs Radfahren und in Porz sehe ich nach heute schon 75 km das erste Mal den Kölner Dom. 200 km erledigt. Da ist plötzlich ein Stau auf dem Radweg, anscheinend sind zwei Radfahrer auf dem Weg zusammen gestoßen und jemand hat sich verletzt. Da der Weg schon abgesperrt ist, der Fahrradfahrer gut versorgt scheint und einige Schaulustige rumstehen (Gaffen geht auch auf dem Rad nicht) mache ich einen Bogen und schiebe mein Rad an der Unfallstelle vorbei.

Kölsch ist auch ein Bier, oder?

Jetzt ist schon deutlich mehr los auf den Wegen und es zeigt sich wieder, dass die Radwege in NRW nicht gut in Schuss sind: Löcher, Baumwurzeln und schlechter Teer. Kein Vergleich zum Radweg auf der Rheinland-Pfälzischen Seite, der mich bis Bad Honnef gebracht hat. Vor mir wird der Dom größer und auch der Hunger. Ich denke mir, es ist Zeit für ’ne Worscht und ein Kölsch. Über Poll, wo ich fast zehn Jahre gearbeitet habe, geht es Richtung Innenstadt.

Hier ist die rechte Rheinseite nicht ganz so schön und ich will auch direkt an den Kranhäusern vorbei und erinnere mich, dass man doch auch auf der Südbrücke über den Rhein kommt. Leider geht es dort über ein enges Treppenhaus mit eisernen Radschienen nach oben. Das Gewicht der Taschen, Trinkflaschen und des Nachschubwassers summiert sich auf den steilen Rampen. Oben bin ich durchgeschwitzt. Aber der spannende Teil der Brücke kommt ja noch, wo man raufgeht, muss man auch wieder runter. Durch das Gewicht und das Gefälle ist die hintere Bremse recht nutzlos und so experimentiere ich mich zurück aufs Straßenniveau.

Kölner Stadtansicht
Die Kölner Kranhäuser

Leider kann ich mich nicht wie geplant für das Abenteuer belohnen, da anscheinend die berühmte Tatort Currywurstbude nicht am angestammten Platz steht. Etwas enttäuscht radle ich am Rhein entlang der Kranhäuser, bis ich beim Schokoladenmuseum doch noch einen Imbiss finde, der mir eine Currywurst und ein Kölsch verkauft. Mission accomplished, Hunger gestillt.

Erfreut schicke ich ein Bild an meine Freunde in der WhatsApp-Gruppe, ernte aber nichts als Spott für ‚dat Bier‘ und eine Einladung am gleichen Abend zum ‚traditionellen‘ Umtrunk nach unserer gemeinsamen Radtour dazuzustoßen. Ich schaue auf den Tacho und denke mir, „nur“ noch 55 km. Na prima, aber wer kann so einer Einladung schon widerstehen. Und jetzt als Abkürzung in Köln in den Zug steigen geht ja gar nicht…

Extrakilometer (ein bisserl unfreiwillig)

Ich folge dem Rheinufer bis zur Niehler Hafenbrücke, so wie auf der Rheintour mit meiner Frau, und gönne mir dort auch eine letzte Pause mit den letzten Riegeln. Einmal noch die Flaschen füllen und ich verabschiede mich vom Rhein. Da unser Treffpunkt nicht am Wasser, sondern an unserem Wohnort liegt, geht es jetzt abseits des Flusses.

Zurück geht es über Niehl, Chorweiler, durch den Chorbusch auf schattigen Waldwegen, Kloster Knechtsteden bis zur Stammkneipe, bei der mir der Kellner wortlos ein Weizen hinstellt und wenige Minuten später die Freunde von ihrer Rennradtour auftauchen. Pah, 266 km in zwei Tagen und trotzdem erster… Wie gesagt, da fahr ich einfach mit dem Rad hin…

Rhein-Radweg
Immer am Rheinufer entlang

Mein Fazit zu zwei Tagen Radfahren am Rhein

Der EV15 am Rhein wird keiner meiner Lieblingsradwege, dazu tut sich zu wenig in der Landschaft und viel geht einfach über Strecke machen. Es gibt sicher schönere und abwechslungsreichere Wege. Gerade im engen Rheintal drängen sich Dörfer, Straßen, Radweg, Bahn auf beiden Seiten (und natürlich der Rhein) eng zusammen und lassen wenig Platz für ein gemütliches Radeln. Zudem sind die Dörfer dadurch vom Wasser abgeschnitten. Außerdem sind die wenigen Lokalitäten mit Uferpromenade uraltes Tourismusland und die Gaststätten schreien gerade nach dem Charme von Kaffeefahrt und Heizdecken.

Für mich selbst habe ich erkannt, dass ich noch am Material optimieren muss und weniger ‚Krempel‘ einpacken kann. Tagesetappen von 80 – 100 km sind für mich gut zu schaffen: Frühstück – 2 Stunden radeln – Bäcker – 2 Stunden radeln – Mittag – 2 Stunden radeln – Kuchen – 2 Stunden radeln – Abendessen. Das ist ein guter Rhythmus, erst so ab 120 km zieht es sich doch arg.

Rheinradweg
Am Rhein führt nicht nur der Radweg vorbei, sondern auch Bundesstraße und Bahnschienen

Also, Zeit für ein neues Abenteuer. Vielleicht auf dem EV4 der an unserer Haustüre vorbeiführt bis zu Freunden, die in der Bretagne zufällig ebenfalls am EV4 wohnen. Einfach wieder mal nur den Schildern nach. Oder die Trans Bayerwald? Oder den Stoneman Arduenno? Oder was im Ausland? Wir werden sehen…

Info:
In den beiden Tagen wurden insgesamt 266 km und 550 Höhenmeter geradelt.

Tag 1: 126 km Strecke und 180 Höhenmeter
Tag 2: 140 km Strecke und 370 Höhenmeter

Alle Details zu dieser Fahrradtour kannst du dir auf www.komoot.de ansehen und herunterladen.

Meine Kleidung auf dieser Tour

Bei längeren Radtouren sind die Klamotten ein entscheidender Faktor. Für mich zählt das Zwiebelprinzip. Auf dieser Tour sah das so aus: statt einer gepolsterten Radunterhose, lieber eine leichte Träger BibShort. Die hält das Polster am richtigen Fleck und scheuert nicht. Bei Radlerhosen merkt man schnell den Unterschied. Für längere Touren sollte man sich Chamoiscreme überlegen, hilft wirklich.

Darüber dann eine Trekkinghose zum Abzippen, Rad- oder Lauftrikot, ggf. ein Unterhemd. und eine Windweste. Am Morgen nehme ich mir Ärmlinge dazu, so kühlt man nicht aus und kann sie unterwegs einfach ausziehen. Klickschuhe runden das Ganze ab. Man bekommt mehr Kraft aufs Pedal und sieht trotzdem manierlich aus. Helm und Handschuhe sind Pflicht.

(Erlebt im September 2021) Dieser Beitrag wurde von meinem fahrradbegeisterten Ehemann geschrieben.

Rheinradweg
Der Rheinradweg ist stets gut ausgeschildert

Wie hat dir die zweitätige Radtour auf dem Rheinradweg gefallen? Bist du auch bereits auf dem Rheinradweg geradelt? Welche der Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke kannst du besonders empfehlen? Ich freue mich über dein Feedback unten in den Kommentaren.

Übrigens habe ich für dich eine detaillierte Packliste für eine mehrtägige Fahrradtour zusammengestellt.

In unserer Urlaubszeit unternimmt mein Mann sehr gerne mal eine ausgiebige Fahrradtour. So ist er zum Beispiel in unserem Gardasee-Urlaub mit dem Rennrad durch das Sarcatal und die Limaro-Schlucht gefahren.

Wir unternehmen aber auch gerne mal gemeinsam eine Radtour. Den Erft-Radweg sind wir in zwei Etappen auf insgesamt 138 km durch wunderschöne Landschaften geradelt und haben dabei viel erlebet.

Aber auch kürzere Strecken werden von uns gemeinsam mit dem Rad unternommen, zum Beispiel entlang auf dem Ruhrtalradweg. Dabei konnten wir die historische Altstadt von Hattingen bewundern und die Sehenswürdigkeiten von Mülheim an der Ruhr besichtigen.

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