Stay Home – und was nun? Tipps gegen die Corona Langeweile

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Aufgrund des Corona-Virus bleiben wir natürlich weiterhin brav zu Hause und halten uns an die Kontaktsperre. Doch nach der anfänglichen Freude über die verlängerten Schulferien, schleicht sich allmählich eine gewisse Langeweile bei den Kindern ein.

Was tun gegen die Corona Langeweile?

Denn langsam begreifen die Schüler, dass es sich eben nicht um Ferien handelt, in denen man sich mit seinen Freunden trifft und draußen das schöne Wetter genießt. Es handelt sich um eine notwendige Maßnahme der Isolation, um sich und seine Mitmenschen zu schützen. Aber Langeweile unterstützt ja bekanntlich die Kreativität. Ich möchte euch daher mal einen Einblick darüber gewähren, was bei uns zu Hause während der Corona-Auszeit an Aktivitäten stattfinden, um sich die Zeit zu vertreiben.

Schule daheim

Zuerst einmal erhält unsere Tochter regelmäßig Schulaufgaben von ihren Lehrern per e-Mail. Dabei handelt es sich zum einen um Übungen zur Wiederholung und Vertiefung des Unterrichtsstoffes, aber auch teilweise um neuen Lehrstoff. Es ist für die Schüler allerdings mitunter eine Herausforderung, sich neuen Lehrstoff selber beizubringen. Und nicht alle Eltern können da als adäquaten Oberstufen-Lehrerersatz hilfreich zur Seite stehen. Daher wurden durch die Schüler recht schnell Lerngruppen via Video-Konferenz gebildet, um sich gegenseitig zu unterstützen.

Frühjahrsputz

Gleich zu Beginn der Corona-Auszeit ging ein regelrechter Ruck durch unser Haus. Es herrschte eine regsame Betriebsamkeit seitens unserer Tochter. Hochmotiviert begann sie ihr Zimmer auszumisten, aufzuräumen und zu säubern. Da wurden plötzlich Fenster geputzt. Anschließend wurden die Möbel umgestellt und alles neu sortiert.

Als das Jugendzimmer fertig war, ging es mit dem Keller weiter. Unsere Tochter begann doch tatsächlich damit, den Keller aufzuräumen und säubern. Kurz hatte ich Sorge, sie hätte das Corona-Fieber erwischt. Aber eine Kontrolle ihrer Körpertemperatur bestätigte mir, es war die pure Langeweile, die sie zu solchem emsigen Fleiß trieb.

Spaziergänge an der frischen Luft

Die nächste absolute Überraschung erlebte ich, als unsere Tochter freiwillig mit mir spazieren gehen wollte. Diese sonst so uncoole Tätigkeit ist auf einmal eine verlockende Möglichkeit, endlich mal aus dem Haus zu kommen. So in etwa müssen sich Gefangene fühlen, die sich auf den Hofgang freuen.
Die Bewegung an der frischen Luft tut uns jedenfalls sehr gut. So können wir unsere Abwehrkräfte stärken und unsere Lungen mit Sauerstoff füllen. Außerdem tanken wir dank der Sonne auch direkt ein bisschen Vitamin D.

Fitness daheim

Da zur Zeit sämtliche Sportvereine und Fitness-Studios geschlossen sind, bleibt uns nichts anderes übrig, als zu Hause ein wenig für unsere Fitness und Beweglichkeit zu tun. Also die Yogamatte ausrollen, Lieblingsmusik einschalten und das ein oder andere Workout absolvieren. Übungen hierfür gibt es ja mehr als zahlreich. Wem auf Anhieb keine einfällt, findet ausreichend Anleitungen im Netz oder in Apps.

Auch Fahrradfahren ist derzeit eine sehr beliebte Sportart bei uns. Bei schönem Wetter natürlich gerne draußen. Ansonsten bei uns im Keller auf einem Fahrrad-Rollentrainer. Dies erinnert mich immer ein wenig an ein Hamsterrad, aber es simuliert wirklich sehr gut die Intensität einer echten Fahrradtour. Sollte sich die Corona-Krise verschärfen, werde ich mal darüber nachdenken, einen Stromgenerator an den Rollentrainer zu montieren .

Fitness daheim trotz Corona
Fitness daheim trotz Corona

Gemeinsam spielen

Die gewonnene Familienzeit wird bei uns auch wieder für das gemeinsame Spielen genutzt. Auch so eine Tätigkeit, die ja im Teenager-Alter absolut uncool ist, jetzt aber wieder vermehrt stattfindet. Die Schränke sind voll mit Gesellschaftsspielen, daher haben wir eine große Auswahl. Besonders beliebt ist bei uns derzeit das Spiel „Stadt, Land, Vollpfosten“, bei dem es nicht die klassischen Kategorien, sondern jede Menge ausgefallene Kategorien gibt.

Tischfussball und Tischtennis

Meine Nichte und mein Neffe hatten eine ganz andere Idee, um ihren Spieltrieb zu befriedigen. Sie platzierten ihren Esstisch zu Hause in die Mitte des Raumes und zogen ihn aus, um ihn zu vergrößern. Dann postierten sie sich jeweils an ein Kopfende und versuchten, einen Softball in das gegnerische Tor zu rollen.

Der Esstisch eignet sich aber auch wunderbar als Tischtennisplatte.

Kegeln oder Bowling

Eine weitere Spielvariante für drinnen ist das Flaschenkegeln. Stellt hierfür kleine leere Plastikflaschen als Kegel auf und nehmt einen Softball. Diesen lasst ihr dann über den Boden rollen und versucht, so viele Flaschen wie möglich damit umzukegeln. Falls die leeren Flaschen zu leicht dafür sind, nehmt einfach volle Flaschen.

Flaschenkegeln gegen Corona Langeweile
Wer wird Pudelkönig?

Tiere im Garten beobachten

Im Moment haben wir sehr viel Zeit, um in unserem Garten Tiere zu beobachten. Und da gibt es eine ganze Reihe an Tieren. Die scheinen sich bei uns wohl zu fühlen. Das liegt sicherlich daran, dass unser Garten nicht penibelst gepflegt wird, sondern eine gewisse ‚Wildheit‘ aufweist. In unserem Garten gibt es Igel, für die wir im Herbst immer einen Laubhaufen zusammenrechen. Außerdem scheinen wir eine Katzen-Rush-Hour zu sein, denn immer wieder durchqueren hier welche unseren Garten. Was aber viel schöner ist, sind die Eichhörnchen. Die jagen sich gegenseitig um unseren Kirschbaum-Stamm herum und springen mit einer Leichtigkeit von Ast zu Ast. Sehr beneidenswert.

Uns hat auch schon einmal ein Fasan besucht. Da haben wir allerdings nicht schlecht gestaunt. Ansonsten bekommen wir alle möglichen Vögel zu sehen, angefangen von Rotkehlchen, Amseln, Spatzen, Meisen bis zu Tauben, Dohlen und sogar Eichelhäher. Auch ein Buntspecht klopfte bereits an unseren Baumstamm. Letzte Woche entdeckte ich sogar einen Turmfalken, der ziemlich gut versteckt am Zaun vor der Hecke hockte.

Gestern früh wurden wir Zeugen eines Taubenpärchens, das einen Balztanz absolvierte. Habt ihr so etwas schon einmal gesehen? Wir haben es mal für euch aufgenommen:

Schaut euch diesen Balztanz an

Lieblingsfilm schauen

Ja, ich weiß. Es ist natürlich nicht sehr pädagogisch wertvoll und auch für die Umwelt alles andere als hilfreich, wenn Streaming-Dienste in Anspruch genommen werden. Dennoch spricht meiner Meinung nach nichts dagegen, mal einen Familien-Heimkino-Abend einzuplanen. Alle gemütlich auf die Couch hocken, etwas zum Knabbern besorgen und los geht es mit dem Lieblingsfilm.

Lesen

Und jetzt einen pädagogisch wertvollen Tipp: Lesen. Es kommt in letzter Zeit immer häufiger vor, dass wir uns ein schönes Buch schnappen, eine Tasse Tee oder Kakao machen, auf die Couch mummeln und etwas schmökern. Oder in einer Zeitschrift oder der Tageszeitung stöbern. Rätselfreunde unter euch können sich eine Rätselzeitschrift zur Hand nehmen und sich mit dem Lösen der Rätsel ihre Zeit vertreiben. Auch begehrt ist bei uns gerade, uns quer durch das Internet zu lesen. Themen, die uns immer schon interessiert haben, können wir nun endlich mal nachlesen. Ich lese im Moment sehr viel bei meinen Blogger-Kollegen. Ein paar Empfehlungen zu Reiseblogs findest du in meinem Beitrag über virtuelles Reisen.

Kleine Kunstwerke erstellen

Unsere Tochter liebt das Zeichnen und Malen. Zum Glück besitzen wir noch ausreichend Leinwände und Skizzenbücher. Daher entstehen hier gerade viele Kunstwerke aus Acrylfarben und viele Zeichnungen.

Malen und Zeichnen

Freundschaften telefonisch pflegen

Der Mensch liebt soziale Kontakte. Manchmal kann es aber im Alltag etwas schwierig sein, seine sozialen Kontakte immer im gewünschten Maß aufrecht zu erhalten. Doch jetzt, wo alle Verabredungen abgesagt sind, haben wir ein altes Medium wiederentdeckt. Es gilt das Motto: Telefonieren bis der Arzt kommt. Zum Glück gibt es heutzutage Flatrate, meine Eltern hätten früher einen Herzinfarkt erlitten.

Urlaubsfotos sortieren

Wer kennt diese Situation nicht? Nachdem die Digital-Kameras Einzug in unser Leben gehalten haben und wir nicht mehr auf einen 36er-Film beschränkt sind, wird bei jeder Gelegenheit die Kamera oder das Handy gezückt. Und dann wird jede noch so kleine Gegebenheit fotografisch festgehalten, ganz ohne Limit. Das Ergebnis: Eine Unmenge an Bildern, über die wir schon lange den Überblick verloren haben. Jetzt ist die Zeit gekommen, in seinen Fotoarchiven aufzuräumen und auszusortieren. Bei der Gelegenheit lässt sich auch aus den besonders schönen Bildern ein Fotoalbum gestalten. Denn seien wir mal ehrlich: Schauen wir uns nicht lieber ein Fotoalbum mit ausgewählten Bildern an, statt tausende Bilder auf dem Rechner?

Nähen und Atemschutzmasken basteln

Als nächstes Projekt werden wir unsere Nähmaschine aus dem Keller holen und unsere vorhandenen Stoffreste auspacken. Es gibt viele schöne Dinge, die selber genäht werden können. Aber als erstes werden wir versuchen, uns Atemschutzmasken ganz ohne Nähen selber herzustellen. Die Idee und die Anleitung dazu habe ich auf moms-blog.de gefunden.

Weitere Beiträge zum Thema „Was tun gegen die Corona-Langeweile?“ findet ihr bei diereiseeule.com und bei rausinsleben.de.


Womit beschäftigst du dich zur Zeit? Welche Tipps gegen die Corona Langeweile hast du? Ich freue mich auf dein Feedback. Bitte hinterlasse doch unten einen Kommentar.


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2 Gedanken zu “Stay Home – und was nun? Tipps gegen die Corona Langeweile

  1. Liebe Annette,
    wohl dem, der einen Garten hat! Den genießt man im Moment umso mehr. Wenn dann auch noch viele Vögel im Garten sind, umso besser. Ich habe noch einige Filme auf Festplatte, die ich jetzt gucken kann. Das normale Corona-Programm ist mir einfach zu viel. Vor Kurzem habe ich wieder zu Zeichnen begonnen. Als Kind habe ich das geliebt. Malen und Zeichnen macht glücklich!

    Liebe Grüße und Danke für die Erwähnung.
    Renate

    1. Liebe Renate,
      das stimmt, wir waren noch nie so glücklich über unseren Garten wie jetzt zu dieser Zeit. Und ja, jede Ablenkung vom „Corona-Programm“ tut im Augenblick sehr gut.
      Liebe Grüße
      Annette

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