Paris – Vom Eiffelturm bis Montmartre

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Gestern haben wir Paris zu Fuß erobert und erkundet (lies hier). Heute werden wir die Metro in Anspruch nehmen müssen, um uns noch viele andere Sehenswürdigkeiten von Paris anzuschauen.

Weitere Sehenswürdigkeiten von Paris

Den nächsten Tag beginnen mein Mann und ich mit einem gemeinsamen Frühstück in einer Boulangerie. Hier können wir aus zahlreichen Köstlichkeiten auswählen. Danach hole ich die beiden Teenies ab, um mit ihnen die weiteren Sehenswürdigkeiten von Paris zu entdecken. Beginnen wollen wir mit dem Klassiker, dem Eiffelturm.

Eiffelturm

Schon beim Heraustreten aus der Metro-Station ragt er vor unseren Augen auf: das Wahrzeichen von Paris – der Eiffelturm. Obwohl noch ein ganzes Stück von uns entfernt, taucht er immer wieder stückweise zwischen den Straßen auf. Die Mädels freuen sich sehr und starten direkt mit dem Fotografieren.

Schon von weitem sichtbar: der Eiffelturm.
Schon von weitem sichtbar: der Eiffelturm.

Endlich am Tour Eiffel angekommen, ist die Ernüchterung groß. Dem Wunsch, den zur Weltausstellung 1889 eröffnete Eiffelturm zu berühren, können wir der Freundin meiner Tochter nicht erfüllen. Aus Sicherheitsgründen ist der ca. 325 m hohe Turm mittlerweile komplett eingezäunt. Da der Andrang leider sehr groß ist, beschließen wir, zum Trocadéro zu gehen.

Trocadéro

Der historische Ausstellungspalast befindet sich auf der gegenüberliegenden Seine-Seite des Eiffelturms. Da er auf einem Hügel liegt, hat man von hier aus einen guten Blick auf den Eiffelturm.

Hier müssen natürlich jede Menge Selfies gemacht werden. Und mit dieser Idee sind wir auch nicht allein. Um uns herum hören wir erstaunlich viele Leute deutsch sprechen. Schnell erhalten wir das Angebot: „Wenn ihr ein Foto von uns machen könntet? Dann machen wir auch eines von euch.“ Na klar, der Deal gilt. Und so posen wir drei denn gemeinsam vor der schönen Kulisse.

Au Printemps

Nach der ausgedehnten Fotosession geht’s weiter mit der Metro. Das Ziel der Mädels: das Kaufhaus „Au Printemps“. Sie wollen ihren gestrigen Shopping-Trip fortsetzen. Das imposante Gebäude befindet sich am Boulevard Haussmann. Während die beiden drinnen auf Erkundungstour gehen, mache ich mich auf den Weg zum Gare St. Lazare.

Das Warenhaus
Das Warenhaus „Au Printemps“.

Gare St. Lazare

Die Bahnhöfe in Paris sind immer sehr sehenswert. So auch dieser aus dem Jahr 1837. Auf dem Vorplatz könnt ihr eine Uhren-Skulptur von Arman bewundern.

Innen drin befindet sich eine Einkaufspassage, daher herrscht hier reger Betrieb. Ich höre schon beim Betreten des Bahnhofs Musik. Jemand spielt Klavier. Und tatsächlich, auf der oberen Etage steht ein „à vous de jouer“ („du bist dran zu spielen“)- Klavier.

Gegen Mittag suchen wir uns etwas zu Essen, bevor wir unsere Tour durch Paris fortsetzen.

Uhrenskulptur am Gare St. Lazare
Uhrenskulptur am Gare St. Lazare

Montmartre

Montmartre steht auf jeden Fall auch auf unserem Plan. Dieses authentische und charmante Künstlerviertel wollen wir unbedingt besichtigen und erleben. Lebten hier doch im 19. Jahrhundert viele namhafte Künstler, wie z.B. Picasso, Dali, Renoir, Toulouse-Lautrec, van Gogh, Modigliani, Matissse u.v.m. Es gibt in Montmartre auch ein Dali Museum.

Also fahren wir mit der Metro bis zur Haltestelle „Abbesses“. Als wir aussteigen, wundern wir uns, dass die Leute am Aufzug Schlange stehen. Ach was, die paar Stufen gehen wir zu Fuß, wir sind ja schließlich fit…. „Die paar Stufen“ entpuppen sich dann allerdings als eine nicht enden wollende Wendeltreppe. Scheinbar befindet sich die Metro-Station extrem tief. Allmählich wird uns auch die Schlange vor dem Aufzug klar.

Le Mur des je t’aime

Letztendlich schaffen wir aber den Aufstieg und befinden uns mitten im malerischen Montmartre. Hier herrscht eine ganz andere Atmosphäre als im restlichen Paris. In unmittelbarer Nähe des Metro-Ausgangs gibt es die Liebesmauer (Le mur des je t’aime). Diese künstlerisch gestaltete Hauswand beinhaltet den Spruch „Ich liebe Dich“ in allen erdenklichen Sprachen. Auch diese Attraktion ist sehr gut besucht und so müssen wir einen Moment warten, bis wir an die Mauer zum Fotografieren herankommen.

„Ich liebe Dich“ in vielen Sprachen
Wir haben auch die deutsche Version gefunden.
Wir haben auch die deutsche Version gefunden.

Doch dann geht es auch schon wieder weiter mit dem Aufstieg. Montmartre (deutsch: Märtyrerhügel) ist der höchste Hügel in Paris und so steigen wir die vielen Treppen und schmalen Gassen hinauf, bis wir oben am Place du Tertre (Platz der Künstler) ankommen. Hier reiht sich ein Künstler-Stand an den anderen, bei denen ihr euch auch porträtieren lassen könnt, falls gewünscht.

Künstlermarkt auf dem Place du Tertre
Künstlermarkt auf dem Place du Tertre

Sacré-Coeur

Von Weitem schon sehen wir die weiße Basilika Sacré-Coeur. Und sie allein ist der steile Weg hinauf Wert gewesen. Zumal wir von hier oben einen unbeschreiblichen Blick auf Paris haben. Leider sind wir auch hier nicht die einzigen Touristen, daher müssen wir uns in eine recht lange Schlange einreihen, um in die Basilika zu gelangen. Der Eintritt ist zwar kostenlos, doch müssen wir eine Sicherheitskontrolle passieren. Aber es geht zügiger voran, als wir dachten. Und das Warten hat sich gelohnt, denn auch von innen ist die Basilika sehenswert.

Sacré-Coeur
Sacré-Coeur

Als wir wieder ins Freie treten, treffen wir meine Freundin, die sich uns nun anschließt.

Weinberge und Windmühlen

Also begeben wir uns mit einheimischer Führung weiter auf Entdeckungstour durch Montmartre. Es gibt viele kleine Cafés und Bistros sowie Restaurants, kleine Geschäfte und Ateliers. Außerdem kommen wir an einem Weinberg vorbei, denn hier wird auch selber Wein hergestellt.

In Montmartre gab es früher einige Windmühlen zum Getreide-Mahlen und Trauben-Pressen. Wir kommen an eine übrig gebliebene Mühle vorbei, in der sich heute ein Restaurant befindet.

Windmühle in Montmartre
Windmühle in Montmartre

Moulin Rouge

Auf dem Rückweg abwärts kommen wir schlussendlich auch an der berühmt berüchtigten Moulin Rouge vorbei. Das Varieté im Vergnügungsviertel Pigalle befindet sich an einer viel befahrenen Straße und wirkt real weitaus weniger spektakulär als man es sich vorstellt.

Und so endet auch dieser erlebnisreiche Tag und wir machen uns wieder auf den Heimweg.

Die berühmte Moulin Rouge.
Die berühmte Moulin Rouge.

Fazit

Paris muss man einfach mal gesehen haben!

Beste Reisezeit

In den Ferien- und Sommerzeiten zieht es viele Touristen nach Paris. Da kann es schon mal zu Wartezeiten kommen. Aber auch in der Nebensaison verliert die Stadt nichts von ihrem Charme. Dafür sind dann die Sehenswürdigkeiten und Attraktionen nicht so überlaufen.

Von der typischen Hektik einer Großstadt solltet ihr euch nicht abschrecken lassen, denn es gibt immer wieder Möglichkeiten, ruhige „Oasen“ zu finden.

Reisedauer

Ein Kurztripp nach Paris ist zwar nett, aber bei weitem nicht ausreichend. Daher könnt ihr ruhig öfter hierherkommen, es wird euch garantiert nicht langweilig werden.

Wie von A nach B kommen?

Am besten erkundet ihr diese beeindruckende Stadt, indem ihr so viel wie möglich zu Fuß unterwegs seid. Es gibt immer wieder interessante Dinge zu entdecken. Ansonsten gelangt ihr dank der Metro unkompliziert durch die gesamte Stadt. Oder ihr nutzt einen der vielen eScooter, die überall in der Stadt zu finden sind.

Mit der Metro unkompliziert durch Paris bewegen.
Mit der Metro unkompliziert durch Paris bewegen.

Die Sprache

Das alte Vorurteil, dass die Franzosen nur ihre eigene Sprache sprechen, kann ich definitv nicht bestätigen. Ganz im Gegenteil: Sobald sie merken, dass man mit der französichen Sprache Schwierigkeiten hat, schwenken sie sofort um auf englisch. Absolut kein Problem!

Die Küche

Die französiche Küche ist bekanntlich sehr gut und so könnt ihr auch in Paris schlemmen wie die Götter. Gönnt euch auch einen Besuch in einer Pâtisserie, dort findet ihr so viele köstliche Leckereien.

(Stand April 2019)


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4 Gedanken zu “Paris – Vom Eiffelturm bis Montmartre

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